Bares für Rares: Antikes Goldarmband erzielt trotz Händlerskepsis 1.300 Euro
Die Sendung Bares für Rares ist seit Jahren eine feste Größe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Unter der Moderation von Horst Lichter werden regelmäßig skurrile, faszinierende und manchmal fragwürdige Raritäten präsentiert. In der Ausgabe vom 25. Februar 2026 stand ein besonders denkwürdiges Familienerbstück im Mittelpunkt: ein kunstvoll gearbeitetes Goldarmband, das bei den Händlern für gemischte Reaktionen sorgte.
Das Highlight: Ein Familienerbstück mit floraler Verzierung
Ingrid und Stephan brachten das antike Goldarmband, ein Erbstück aus Stephans Familie, ins Pulheimer Walzwerk. Das Schmuckstück lässt sich bis zur Ururgroßmutter Emilie Pichler zurückverfolgen und wurde seit den 1970er-Jahren nur zu besonderen Anlässen getragen. Für Stephan hatte es einen hohen ideellen Wert, doch die materielle Bewertung übernahm Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel.
Sie datierte das Armband auf die Zeit zwischen 1845 und 1855 und identifizierte es als aus gewalztem 585er-Goldblech, auch bekannt als Schaumgold. Verziert mit einer Kartusche und kleinen Blüten, die an Vergissmeinnicht erinnern, symbolisiert es traditionell Treue und Erinnerung. Stephan, ohne konkrete Preisvorstellung, wünschte sich scherzhaft 150 Euro.
Dr. Rezepa-Zabel schätzte den Wert aufgrund des Materials und des begehrten Biedermeier-Stils auf 1.300 bis 1.600 Euro, wobei der reine Goldwert bereits bei etwa 1.300 Euro lag. Das Paar nahm die Händlerkarte mit der Aussicht auf ein vierstelliges Angebot entgegen.
Händler reagieren skeptisch: Auktion endet beim Goldwert
Im Händlerraum zeigten sich die Bieter zunächst zurückhaltend. Schaumgold gilt als empfindlich und anfällig für Schäden, was die Skepsis der Händler verstärkte. David Suppes eröffnete und beendete die Auktion schließlich mit dem ermittelten Goldwert von 1.300 Euro. Weitere Gebote blieben aus, doch für Ingrid und Stephan war der Verkauf ein Erfolg, und sie verließen die Sendung mit 1.300 Euro mehr im Portemonnaie.
Weitere Raritäten in der Sendung vom 25. Februar 2026
Neben dem Goldarmband wurden in dieser Folge weitere interessante Stücke präsentiert:
- Salz- und Pfefferstreuer im Space-Age-Design: Sabrina und Nina aus dem Sauerland brachten zwei grüne Streuer der Firma Quist mit. Experte Sven Deutschmanek taxierte sie auf 40 bis 60 Euro, der Erlös ist für einen guten Zweck vorgesehen.
- Bronze-Skulptur „Gloire au Travail“: Gernot Mittermeier präsentierte eine 1,15 Meter große französische Bronze-Skulptur von Henri Levasseur. Dr. Bianca Berding schätzte den Wert auf 2.000 bis 2.500 Euro.
- Antike Goldohrringe: Eva aus Bad Hönningen zeigte viktorianische Ohrringe aus England, gefertigt um 1870. Expertin Heide Rezepa-Zabel deutete das Motiv als Symbol für Flitterwochen und schätzte sie auf 750 bis 900 Euro.
- DDR-Identitätsbescheinigung mit Tina-Turner-Autogramm: Ronald aus Berlin stellte ein kurioses Zeitdokument vor, das mit einer Unterschrift von Tina Turner versehen ist. Sven Deutschmanek bewertete es auf 200 bis 300 Euro.
Die genauen Verkaufsergebnisse dieser Stücke wurden in der Sendung um 15:05 Uhr im ZDF bekannt gegeben. Bares für Rares bleibt damit eine unterhaltsame Plattform für außergewöhnliche Antiquitäten und ihre Geschichten.



