Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) wünscht sich ein anderes Programm für den Katholikentag, um mehr junge Menschen anzusprechen. Einige Töne dürften jedoch traditionelle Kirchgänger verstören. Die Geistliche Leiterin Lisa Quarch schlägt vor, die Berliner Rapperin Ikkimel oder Popstar Nina Chuba einzuladen. Beide Künstlerinnen hätten im vergangenen Jahr Songs mit christlichen Motiven veröffentlicht.
Moderne Musik als Magnet für junge Christen
Quarch kann sich sowohl Popkonzerte als auch abendliche Partys in Clubs vorstellen, um junge Christinnen und Christen für das mehrtägige Großevent zu begeistern. Katholikentage werden vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken veranstaltet, das die katholische Zivilgesellschaft in Deutschland vertritt. Beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg waren seit Mittwoch vermehrt ältere Menschen unterwegs. Der nächste Katholikentag findet in zwei Jahren im nordrhein-westfälischen Paderborn statt.
Ikkimel und Nina Chuba: Kontroverse Künstlerinnen
Ikkimel nennt ihre Musik fotzig, feminin und geil. Ein SPIEGEL-Kritiker fand sich auf der Release-Party zu Ikkimels neuem Album wenig empowered und die Künstlerin etwas entzaubert. Nina Chuba ist radiotauglicher, aber eher für Zeilen wie Ich will Immos, ich will Dollars, ich will fliegen wie bei Marvel bekannt. Im vergangenen Jahr störten sich manche christliche Influencer an ihrem Song Fahr zur Hölle.
Traditionelle Kirchgänger könnten verstört sein
Die Vorschläge des BDKJ könnten bei konservativen Katholiken auf Widerstand stoßen. Während die einen die Öffnung der Kirche für moderne Kultur begrüßen, sehen andere darin eine Verwässerung christlicher Werte. Der BDKJ hofft jedoch, durch solche Acts junge Menschen wieder für den Glauben zu begeistern.



