Kimono-Ausstellung „Verwobene Zeit“ eröffnet im Schloss Mitsuko in Todendorf
Kimono-Ausstellung „Verwobene Zeit“ in Todendorf

Kimono-Ausstellung „Verwobene Zeit“ eröffnet im Schloss Mitsuko in Todendorf

Ein legendäres Gewand wird zur künstlerischen Bühne für eine faszinierende Zeitreise: Die Ausstellung „Verwobene Zeit“ macht den traditionellen Kimono zum Mittelpunkt einer außergewöhnlichen Schau im Schloss Mitsuko in Todendorf. Ab Sonnabend, dem 28. März, präsentiert die Künstlerin Maho Maeda dort ihre beeindruckenden Collagen aus Papier und Stoff, die Vergangenheit und Gegenwart Japans auf einzigartige Weise miteinander verweben.

Künstlerin Maho Maeda verbindet Geschichte und Gegenwart

Der Kimono stellt nicht nur einen zentralen Teil der japanischen Identität dar, sondern ist auch tief mit der historischen Entwicklung des Landes verbunden. Maho Maeda, die extra aus Mexico-City für die Ausstellungseröffnung angereist ist, hat diese Verbindung in ihren Werken meisterhaft umgesetzt. Auf einem fünf Meter langen, dunkel-transparenten Kunstseiden-Stoff hat sie beispielsweise „Fetzen“ eines originalen Kimono aufgenäht, um sprichwörtlich die Geschichte herauszuziehen.

„Ich habe den Stoff von hinten aufgeschnitten, weil ich damit die verborgenen Geschichten sichtbar machen wollte“, erläutert die Künstlerin ihre ungewöhnliche Technik. Ihre persönliche Verbindung zum Kimono reicht bis in ihre Kindheit zurück: Ihre Oma, die selbst Kimonos anfertigte, ließ sie aufgrund einer schweren Verletzungsgefahr nie in das Kimono-Zimmer. Beim Nähen war einmal eine Nadel in den Arm ihrer Großmutter gelangt, die operativ entfernt werden musste – eine Erfahrung, die Maedas künstlerischen Zugang maßgeblich geprägt hat.

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Parallelausstellung „amorphus“ von Erik Bachtold Meyer

Parallel zu den Kimono-Collagen zeigt Erik Bachtold Meyer, der Ehemann von Maho Maeda, unter dem Titel „amorphus“ seine eigenen Arbeiten. Das Wort „amorph“ bedeutet „gestaltlos“, „ohne definierte Struktur“ oder auch bewusst „unvollkommen“ – eine Konzeption, die der Künstler in seinen Werken konsequent umsetzt. Kurator Ralph Tepel erklärt dazu: „Das Verändern von Formen und Gegebenheiten ist ein ständiger Prozess in unserem täglichen Leben. Erik Bachtold Meyer greift geschichtliche Traditionen auf, abstrahiert sie und schafft so einen völlig neuen künstlerischen Blick.“

Die Ausstellung wird am 28. März um 14 Uhr feierlich eröffnet und bietet Besuchern die Möglichkeit, diese einzigartige Verbindung von japanischer Tradition und zeitgenössischer Kunst selbst zu erleben. Die Werke von Maho Maeda und Erik Bachtold Meyer laden dazu ein, über die Verwobenheit von Vergangenheit und Gegenwart nachzudenken und neue Perspektiven auf kulturelle Identität zu gewinnen.

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