Die Kunstsammlerin Julia Stoschek gibt nach zehn Jahren ihren Berliner Standort auf. Das Ausstellungshaus in der Leipziger Straße wird Ende Oktober schließen, teilte die Julia Stoschek Foundation mit. Künftig konzentriere sich die Stiftung auf ihr Düsseldorfer Stammhaus sowie auf temporäre Formate im In- und Ausland.
Ein Jahrzehnt Kunst in Berlin
Die Ausstellungsräume in Berlin waren 2016 eröffnet worden. Seitdem haben mehr als 450.000 Menschen die wechselnden Ausstellungen besucht, wie die Stiftung mitteilte. Der Düsseldorfer Standort wird im April 2027 nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet. Die Sammlung von Julia Stoschek mit dem Schwerpunkt Videokunst zählt zu den bedeutendsten privaten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Deutschland. Sie umfasst Arbeiten von Künstlern wie Marina Abramović, Monica Bonvicini, Ólafur Elíasson, Tracey Emin, Christoph Schlingensief und Katharina Sieverding.
Strategische Neuausrichtung
Mit der Schließung des Berliner Standorts verbindet die Stiftung eine strategische Neuausrichtung. Künftig sollen verstärkt Projekte international realisiert werden, um die Sammlung einem weltweiten Publikum zugänglich zu machen. Eine jüngste Ausstellung in Los Angeles mit dem Titel „What a Wonderful World: An Audiovisual Poem“ verzeichnete laut Stiftung nach sechswöchiger Laufzeit mehr als 30.000 Besucher. Die Stiftung betonte, dass sie der Stadt Berlin auch ohne festen Standort verbunden bleibe und temporäre Formate organisieren werde.



