ZDF-Krimi 'Wilsberg': Mord im Mietshaus und windige Immobiliengeschäfte
Wilsberg ermittelt bei Mord in Mietshaus und Immobilienskandal

ZDF-Samstagskrimi 'Wilsberg': Mord, Mieterschikane und Immobilienskandal

Am Karsamstag, dem 4. April 2026 um 20:15 Uhr, zeigt das ZDF die neue Folge der beliebten Krimireihe "Wilsberg - Mogelpackung". Der knurrig-sympathische Privatdetektiv Georg Wilsberg, gespielt von Leonard Lansink, stolpert dabei in einen komplexen Fall, der windige Immobiliengeschäfte mit einem Mord verbindet.

Vom Erbfall zum Mordfall

Eigentlich sollte Wilsberg nur einen scheinbar simplen Erbfall klären. Sein neuer Klient, der aufbrausende Neffe einer verstorbenen Hausbesitzerin (dargestellt von Steffen Groth), fühlt sich um sein Erbe gebracht. Doch bei der Recherche in der Wohnung der Verstorbenen entdeckt Wilsberg eine Leiche – und wird damit ungewollt zum ersten am Tatort.

Der Tote ist Rafael Jähnig (Cedric Sprick), Chef einer Entrümpelungsfirma, der den Mietern des Mehrfamilienhauses als neuer Hausherr vorgestellt wurde. Schnell wird klar: Jähnig war bei den Bewohnern äußerst unbeliebt, da er mit fragwürdigen Methoden versuchte, sie zum Auszug zu bewegen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Systematische Mieterschikane

Seit dem Tod der ursprünglichen Eigentümerin wird das friedliche Wohnen im Haus systematisch sabotiert. Handwerker sorgen kontinuierlich für Baulärm, -schmutz und willkürliche Stromabschaltungen. Selbst Kommissar Overbeck (Roland Jankowsky), der zufällig zu den Mietern gehört, bleibt nicht verschont: Mal fällt während der morgendlichen Rasur der Strom aus, dann steht er eingeseift unter der Dusche, als plötzlich das Wasser abgedreht wird.

Die Aufklärung des Mordes in seiner unmittelbaren Nachbarschaft liegt Overbeck daher besonders am Herzen. Doch wie so oft bleibt Wilsberg der Polizei bei seinen Ermittlungen eine Nasenlänge voraus.

Undurchsichtige Immobiliengeschäfte

Wilsbergs eigentliche Aufgabe bleibt jedoch die Klärung, wie das Mehrfamilienhaus nach dem Tod der Besitzerin in die Hände einer großen Immobilienholding gelangte. Bei seinen Recherchen im Bauamt und beim Notar stößt er auf ein undurchsichtiges Netzwerk, in dem auch Kriminelle operieren, die nicht vor Waffengewalt zurückschrecken.

Sein Klient, der vermeintliche Erbe, gerät unterdessen schnell selbst ins Visier der Polizei als möglicher Mordverdächtiger – was Wilsbergs Ermittlungen zusätzliche Dringlichkeit verleiht.

Das bewährte Team im Einsatz

Wie gewohnt wird auch das Stammpersonal der Serie in den Fall verwickelt. Die resolute Kommissarin Anna Springer (Rita Russek) führt zunächst widerwillig die Mordermittlungen, während der notorisch klamme Finanzbeamte Ekki Talkötter (Oliver Korittke) von seinem Chef auf Sondermission geschickt wird: Er soll Kriminellen der Stadt Steuerbescheide überreichen.

Ekki nutzt seine Kontakte zu Polizei und Privatdetektei geschickt aus und heftet sich an die Fersen seines Kumpels Wilsberg. Sogar eine ungewöhnliche Kooperation mit Kommissar Overbeck geht er ein – das Tauschgeschäft „Informationen gegen Duschgelegenheit“ sorgt für humorvolle Momente in der ansonsten düsteren Geschichte.

Tessas alte Freundschaft auf dem Prüfstand

Auch die smarte Anwältin Tessa Tilker (Patricia Meeden) ist wieder mit von der Partie. Bei einem Treffen mit ihrem alten Studienkollegen Julius (Christoph Schechinger) muss sie feststellen, dass dieser Verbindungen zu den kriminellen Machenschaften im Umfeld des Ermordeten hat. Die Frage, ob Julius in Gefahr schwebt oder selbst gefährlich ist, wird zum spannendsten Nebenschauplatz der Folge.

Die Abgründe, die sich rund um Tessas einstigen Vertrauten auftun, und die Themen Loyalität und Freundschaft unter schwierigen Umständen geben der ansonsten kurzweiligen, aber in ihrer Grundstruktur erwartbaren Handlung eine zusätzliche emotionale Tiefe.

Autoren mit Herzblut

Für das Drehbuch von „Wilsberg - Mogelpackung“ zeichnen Autorin Emily Reimer und Wilsberg-Erfinder Jürgen Kehrer verantwortlich. Kehrers Liebe zu seiner 1990 erschaffenen kauzigen Figur ist in jeder Szene spürbar: Der altmodische Antiquar und Privatdetektiv geht den Dingen mit seinem unverwechselbaren Charme, Witz und großer Furchtlosigkeit auf den Grund.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Die Folge verbindet gekonnt sozialkritische Themen wie Mieterschutz und Immobilienskandale mit klassischen Krimielementen und dem bewährten Humor der Serie – eine gelungene Mischung für den Samstagabend im ZDF.