Ladenetz für E-Motorboote an Mecklenburgischer Seenplatte und in Brandenburg geplant
Ladenetz für E-Motorboote an Seenplatte geplant

E-Mobilität auf dem Wasser: Ladenetz für Boote in Mecklenburg und Brandenburg geplant

Die Elektromobilität gewinnt nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf den Gewässern zunehmend an Bedeutung. Während derzeit noch überwiegend benzinbetriebene Motorboote die Seen in Mecklenburg und Brandenburg befahren, sind bereits die ersten elektrischen Boote im Einsatz. Um diesen Trend zu fördern, soll in den kommenden zwei Jahren ein flächendeckendes Ladenetz für E-Motorboote in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Norden Brandenburgs entstehen.

Gemeinsame Initiative für nachhaltigen Wassertourismus

Robert Neidel, Geschäftsführer des Tourismusverbands Mecklenburgische Seenplatte, betont im Gespräch mit dem Nordkurier, dass der Wassertourismus eine länderübergreifende Aufgabe darstellt. Daher werde eng mit der Nachbarregion in Brandenburg kooperiert, um ein erstes kleines Netz aus 10 bis 15 Ladepunkten für E-Boote aufzubauen. Entsprechende Projektanträge seien bereits auf den Weg gebracht, und man hoffe auf eine zügige Bewilligung.

„Es geht darum, Impulse zu setzen, sodass dann auch die freie Wirtschaft mit Angeboten nachzieht“, erklärt Neidel. Bei erfolgreicher Umsetzung könnten die Mecklenburger und Brandenburger Seenplatten mit einem Alleinstellungsmerkmal werben, das perfekt zu den Werten als Natururlaubsregion und zur Nachhaltigkeit passe.

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Herausforderungen und Chancen für die Bootsbranche

Die Bootsbranche beschäftigt sich bereits intensiv mit dem Thema Elektromobilität, wie etwa auf Messen wie der „Boot Düsseldorf“ zu erkennen war. Hersteller möchten sich zukunftsfähig aufstellen, scheuen jedoch den großen Wechsel, wenn die nötige Ladeinfrastruktur fehlt. „Es ist so ein bisschen wie mit der Henne und dem Ei – und was zuerst da gewesen ist“, kommentiert Neidel die Situation.

Durch den Aufbau eines Ladenetzes sollen diese Hürden überwunden werden, um den Umstieg auf umweltfreundliche Antriebe zu erleichtern. Dies könnte langfristig dazu beitragen, den Wassertourismus in der Region nachhaltiger und attraktiver zu gestalten, während gleichzeitig die Natur geschont wird.

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