Die Regionalbibliothek Neubrandenburg verwandelt sich derzeit in eine Zeitmaschine für Comicfans. Noch bis zum 12. Juni ist dort die Ausstellung „Geschichte des Comics in der DDR“ zu sehen. Gezeigt werden Exponate aus der umfangreichen Sammlung des Neubrandenburger Comic-Enthusiasten Thomas Möller.
Bildergeschichten prägten ganze Generationen
Die Schau gibt einen umfassenden Überblick über die Comiclandschaft in Ostdeutschland zwischen 1945 und 1990. Figuren wie die Digedags, Abrafaxe, Fix und Fax oder Atomino stehen exemplarisch für eine Zeit, in der Comics oft noch als „Bildergeschichten“ bezeichnet wurden, aber dennoch ganze Generationen prägten. Thomas Möller beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit diesem Thema. Bereits 1994 gründete er den Mosaik- und Comic-Club in Neubrandenburg und organisierte seither zahlreiche Ausstellungen. Seine Sammlung umfasst inzwischen zehntausende Hefte, Zeichnungen und Figuren. Ein langfristiges Ziel ist ein eigenes Comicmuseum, das nach Angaben der Stadt derzeit vorbereitet wird.
Programm und Höhepunkte
Eröffnet wurde die Ausstellung am Montag mit einer Gesprächsrunde. Ein besonderer Höhepunkt folgt am Sonnabend, dem 9. Mai, zum bundesweiten Gratis Comic Tag. Dann bietet die Regionalbibliothek neben einer Tauschbörse für Comics und Mangas (10 bis 13.30 Uhr) auch eine Cartoon-Lesung (12 Uhr) mit Live-Zeichnen sowie einen gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung an. Mit diesem Programm richtet sich die Bibliothek bewusst an alle Generationen – von Nostalgikern bis zu neugierigen Neueinsteigern. Die Angebote sind sämtlich kostenfrei. Für die Lesung ist jedoch eine Anmeldung erforderlich, entweder telefonisch unter 0395 5551355 oder per E-Mail an [email protected].



