Russell Crowe über Göring-Rolle: „Psychisch sehr beansprucht“
Russell Crowe: Göring-Rolle psychisch belastend

Oscarpreisträger Russell Crowe hat für seine Rolle als Hermann Göring im Film „Nürnberg“ mehr als 20 Kilogramm zugenommen. Im Interview mit der AZ spricht der Schauspieler über die Herausforderungen dieser Darstellung und die psychischen Belastungen, die damit einhergingen.

Eine Rolle an der Grenze der Belastbarkeit

Crowe beschreibt die Vorbereitung auf die Rolle als extrem intensiv. „Ich musste nicht nur physisch, sondern auch psychisch in eine dunkle Welt eintauchen“, sagt der 62-Jährige. Die Gewichtszunahme sei dabei nur ein Teil gewesen. „Es ging darum, die Körperlichkeit und die innere Zerrissenheit Görings zu verstehen.“

Historische Verantwortung

Der Film „Nürnberg“ beleuchtet die Nürnberger Prozesse nach dem Zweiten Weltkrieg. Crowe betont die historische Verantwortung, die er als Darsteller einer so kontroversen Figur gespürt habe. „Man darf Göring nicht verharmlosen, aber man muss ihn als Menschen zeigen, um zu verstehen, wie ein solches Regime funktioniert.“

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Die Dreharbeiten fanden unter strenger historischer Beratung statt. Crowe arbeitete eng mit Historikern zusammen, um die Gestik, Mimik und Sprache Görings authentisch nachzubilden. „Jedes Detail musste stimmen, von der Uniform bis zum Tonfall.“

Der Schauspieler gibt zu, dass ihn die Rolle an seine Grenzen brachte. „Es gab Tage, an denen ich nach Hause kam und einfach nur weinen musste. Die Energie dieser Figur ist zerstörerisch.“ Dennoch sei es eine der wichtigsten Rollen seiner Karriere gewesen.

„Nürnberg“ kommt im Herbst 2026 in die Kinos. Crowes Leistung wird bereits jetzt als oscarwürdig gehandelt.

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