Das renommierte Metropolitan Museum und die für ihre Sammlung deutscher und österreichischer Kunst berühmte Neue Galerie in New York fusionieren. Ab 2028 werde die Neue Galerie als eine Art Außenstelle des schräg gegenüberliegenden Metropolitan Museums betrieben, sagte Museumsdirektor Max Hollein der Deutschen Presse-Agentur.
Ein neues Kapitel für die Kunstwelt
Die Fusion der beiden bedeutenden New Yorker Museen markiert einen historischen Schritt in der Kulturlandschaft der Stadt. Das Metropolitan Museum, eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, und die Neue Galerie, die für ihre exquisite Sammlung deutscher und österreichischer Kunst aus dem frühen 20. Jahrhundert bekannt ist, werden ihre Kräfte bündeln. Ab dem Jahr 2028 wird die Neue Galerie als Außenstelle des Met fungieren, wobei die genauen Modalitäten der Zusammenarbeit noch ausgearbeitet werden.
Hintergrund der Fusion
Die Entscheidung zur Fusion wurde nach intensiven Gesprächen zwischen den Leitungen beider Häuser getroffen. Ziel ist es, die Sammlungen zu vereinen und den Besuchern ein noch umfassenderes Kunsterlebnis zu bieten. Die Neue Galerie, die 2001 eröffnet wurde, beherbergt Werke von Künstlern wie Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Durch die Integration in das Metropolitan Museum sollen diese Schätze einem noch breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.
Max Hollein, der Direktor des Metropolitan Museums, betonte die strategische Bedeutung der Fusion: „Die Neue Galerie ist ein Juwel in der New Yorker Museumslandschaft. Mit ihrer einzigartigen Sammlung ergänzt sie unsere eigenen Bestände perfekt. Gemeinsam können wir die Kunst des deutschsprachigen Raums noch stärker in den Fokus rücken.“ Auch die Leitung der Neuen Galerie zeigte sich optimistisch: „Dieser Schritt sichert die langfristige Zukunft unserer Sammlung und ermöglicht neue Synergien in der Forschung und Vermittlung.“
Auswirkungen auf Besucher
Für die Besucher wird sich zunächst wenig ändern. Die Neue Galerie bleibt an ihrem Standort an der Fifth Avenue erhalten und wird weiterhin ihre Spezialausstellungen zeigen. Allerdings werden die Eintrittstickets künftig auch den Zugang zum Metropolitan Museum ermöglichen, und es sind gemeinsame Sonderausstellungen geplant. Die Fusion soll zudem zu Einsparungen im Verwaltungsbereich führen, die in die Restaurierung und den Ausbau der Sammlungen investiert werden sollen.
Die Kunstwelt reagiert überwiegend positiv auf die Ankündigung. Experten sehen darin einen Trend zur Konsolidierung in der Museumslandschaft, der angesichts steigender Kosten und sinkender öffentlicher Zuschüsse notwendig sei. Kritiker hingegen befürchten einen Verlust der Eigenständigkeit kleinerer Häuser. Die Verantwortlichen beider Museen versichern jedoch, dass die Identität der Neuen Galerie erhalten bleibe.



