Das Landespolizeiorchester Brandenburg sowie die Solokünstler Maria-Danaé Bansen und Oliver Urbanski haben am 1. Mai im Kulturhaus in Wittenberge ein Feuerwerk an Hits der 1980er Jahre entfacht. Das Publikum im Großen Saal, der zur Hälfte gefüllt war, feierte die Künstler mit stehenden Ovationen und forderte Zugaben, die die Musiker gerne gewährten. Mit „Bruttosozialprodukt“ von Geiersturzflug und „99 Luftballons“ von Nena verabschiedeten sie sich nach einem Konzert, das ganz im Zeichen der Neuen Deutschen Welle stand.
Ein Abend voller Erinnerungen
Die Neue Deutsche Welle, die 1976 als Subkultur begann, 1982/83 ihren Höhepunkt erreichte und bereits 1984 endete, lieferte die musikalische Grundlage für den Abend. Maria-Danaé Bansen, die charmant durch das Programm führte, erklärte: „Die Neue Deutsche Welle hat nicht lange angehalten, aber in den paar Jahren sind so viele Hits erschienen, die Generationen überdauert haben.“ Gemeinsam mit Oliver Urbanski begeisterte sie das Publikum mit ihren kraftvollen Stimmen.
Die Besucher sangen und wippten begeistert mit, als Klassiker wie „Major Tom“ und „Codo“ durch den Saal hallten oder Rosi den „Skandal im Sperrbezirk“ mit der legendären Telefonnummer 32168 zum Besten gab. Besonders emotional wurde es bei „Kleine Taschenlampe brenn‘“ – viele Gäste zückten ihre Handys, um den Moment festzuhalten. Christian Köhler, Leiter des Landespolizeiorchesters, hatte zuvor gesagt: „Wer hat in dieser Zeit, wenn er da groß geworden ist, nicht zu dem Song gekuschelt?“
Begeisterte Besucher
Dietmar Schoerr aus Wusterhausen (Dosse) war mit seiner Frau Petra gekommen und zeigte sich tief beeindruckt: „Es ist richtig gut, ich bin echt erstaunt, hätte ich so nicht erwartet.“ Seine Frau fügte hinzu: „Erstaunlich, wie die junge Frau sich bewegt und dabei noch singen kann.“ Das Paar, das bereits zehnmal das Neujahrskonzert des LPO in Wittenberge besucht hat, lobte das breite Repertoire des Orchesters.
Auch die Ehepaare Wilts aus Karstädt und Riegert aus Perleberg waren begeistert. Sie hatten das LPO erstmals beim Neujahrskonzert erlebt und waren durch den Veranstaltungsflyer auf das 1.-Mai-Konzert aufmerksam geworden. Für sie war die Kombination aus Orchester und Sängern ein voller Erfolg. „Die 80er-Jahre-Hits nur instrumental, wäre vielleicht nicht ganz so unser Geschmack gewesen“, gaben sie zu.
Medleys und Zugaben
Das Programm umfasste unter anderem Medleys von Nena und Falco. Ein Falco-Medley mit „Vienna Calling“, „Jeanny“ und „Rock me Amadeus“ sowie ein Nena-Medley mit „Leuchtturm“ und „Nur geträumt“ sorgten für Begeisterungsstürme. Bereits vor den Zugaben stand das Publikum bei „Über sieben Brücken musst Du gehen“ auf. Maria-Danaé Bansen fasste den Abend treffend zusammen: „Die 80er Jahre sind vorbei, aber die Hits bleiben.“



