ARD beendet Schlagerformat: Beatrice Egli Show wird eingestellt
Die ARD passt ihr Unterhaltungsprogramm weiter an und wird keine weiteren Ausgaben der Sendung „Die Beatrice Egli Show“ produzieren. Das teilte der Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden auf Anfrage mit. Damit verschwindet ein weiteres Schlagerformat aus dem Programm des Ersten Deutschen Fernsehens.
Neue Wege für Moderatorin und Sender
Die Schweizer Schlagersängerin und Moderatorin Beatrice Egli wird im Herbst auf Tour gehen und sich danach auf neue Projekte konzentrieren. In einem bei Instagram veröffentlichten Video kündigte die 37-Jährige an: „Es gibt viel Neues.“ Die Fans erwarte ein „aufregendes, stylisches, cooles neues Jahr“. Der SWR zitierte sie mit den Worten: „Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist“. Es gebe neue Geschichten in ihrem Leben, die sie mit ihren Fans teilen wolle.
Erst vor rund drei Wochen hatte die ARD angekündigt, die Schlagersendung „Immer wieder sonntags“ abzusetzen. Die Absetzung dieser Sendung hatte die ARD kürzlich mit Sparmaßnahmen begründet. Das Geld solle einerseits eingespart und andererseits in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden. Zudem wollen sich ARD und SWR auf ein jüngeres und neueres Publikum fokussieren, hieß es.
Erfolgreiche Show mit namhaften Gästen
Die Sendung beschreibt die ARD in ihrer Mediathek als „eine Show mit Musik, Unterhaltung und Talks mit Tiefgang“. In den vergangenen Jahren waren allerhand namhafte Sängerinnen und Sänger aus dem deutschsprachigen Schlagergeschäft aufgetreten, darunter:
- Andrea Berg
- Roland Kaiser
- Melissa Naschenweng
- DJ Ötzi
Auch Popstars wie Sarah Engels, Luca Hänni oder die Söhne Mannheims standen auf der Bühne der Beatrice Egli Show.
Produktions- und Einschaltquoten im Überblick
Seit April 2022 wurden acht Sendungen produziert – zwei pro Jahr. Alle Ausgaben liefen auch im Schweizer Fernsehen SRF. Die ersten beiden wurden zunächst nur von SWR, MDR und SRF ausgestrahlt, danach liefen die Shows auch im Ersten zur Primetime.
Die letzte Sendung lief am 20. Dezember 2025 im Ersten und wurde von knapp drei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern in Deutschland gesehen, der Marktanteil lag bei knapp 14 Prozent. Die Ausgabe an Ostern 2025 sahen bundesweit dagegen nur 2,1 Millionen Leute, bei einem Marktanteil von 10,5 Prozent.
Die Entscheidung der ARD zeigt deutlich, wie sich öffentlich-rechtliche Sender in Zeiten knapper Budgets und sich verändernder Sehgewohnheiten neu positionieren. Während traditionelle Schlagerformate reduziert werden, sollen Ressourcen in innovative digitale Angebote fließen, die insbesondere jüngere Zielgruppen ansprechen.



