Badmómzjay teilt tief persönliche Erfahrungen in Stern-Interview
Die Brandenburger Rapperin Badmómzjay, bürgerlich Jordan Napieray, hat sich in einem emotionalen Interview mit dem Magazin „Stern“ zu ihrem Schwangerschaftsabbruch im Jahr 2024 geäußert. Die 23-Jährige, die Ende 2025 vom Magazin „Glamour“ als „Gamechanger“ ausgezeichnet wurde, beschreibt dies als eine der schwierigsten Erfahrungen ihres Lebens.
„Ich dachte: Jetzt ist mein Leben zu Ende“
Im Winter 2024 erfuhr Badmómzjay von ihrer Schwangerschaft und reagierte mit sofortigen Tränen und großer Angst. „Ich dachte: Jetzt ist mein Leben zu Ende. Ich wusste, ich will jetzt kein Kind“, erklärte die Künstlerin, die durch Hits wie „Ohne Dich“ bekannt wurde. Diese Entscheidung fiel in einer Zeit, in der sie sich in einer äußerst problematischen Beziehung befand.
„Er war übergriffig, hat mich mental und körperlich missbraucht. Von diesem Mann kann ich doch kein Kind bekommen, dachte ich“, schilderte Badmómzjay die Situation. Die Beziehung beschreibt sie als toxisch und gefährlich, was ihre Entscheidung für den Abbruch maßgeblich beeinflusste.
„Das Schlimmste, was mein Körper je durchgemacht hat“
Über den medizinischen Eingriff selbst sagte die Rapperin: „Es war das Schlimmste, was mein Körper je durchgemacht hat.“ Die physischen und emotionalen Folgen belasteten sie tief. „Ich habe mich schuldig gefühlt. Ich dachte: Ich konnte keine Mama sein für mein Kind. Ich konnte dir kein Leben schenken. Und ich habe das verkackt, weil ich mir jemanden ausgesucht habe, der schlimm zu mir ist.“
Diese Offenheit ist charakteristisch für Badmómzjays künstlerisches Schaffen, in dem sie regelmäßig Themen wie Selbstliebe, Selbstbestimmung, Sexismus und persönliche Ängste behandelt.
Gefährliche Trennung und anhaltende Bedrohungen
Das Ende der Beziehung markierte einen besonders kritischen Punkt. „Es gab einen Tag, an dem etwas so Schlimmes passierte, dass ich hätte sterben können. Da bin ich endlich gegangen“, berichtete die Musikerin. Doch die Trennung brachte keine Ruhe.
Ihr Ex-Partner stalkte sie monatelang, stand regelmäßig vor ihrer Tür, trat gegen diese und rief unablässig an. „Die Polizei musste immer wieder kommen, die hat fast bei mir gewohnt“, erzählte Badmómzjay. Bis heute erhält sie über Fake-Accounts Drohnachrichten und muss sich mit den psychischen Folgen dieser Erfahrungen auseinandersetzen. „Bis heute kommen Drohungen“, bestätigte sie und fügte hinzu, dass sie noch dabei sei, all diese Erlebnisse zu verarbeiten.
Mit ihrer Offenheit möchte Badmómzjay nicht nur ihre persönliche Geschichte teilen, sondern auch anderen Betroffenen eine Stimme geben und auf die komplexen Realitäten hinter solchen Entscheidungen aufmerksam machen.



