Stefan Mross äußert sich zum Aus für ARD-Schlagersendung „Immer wieder sonntags“
Mross spricht über Ende von „Immer wieder sonntags“

Stefan Mross äußert sich zum Aus für ARD-Schlagersendung „Immer wieder sonntags“

Nach der Ankündigung des Aus für die beliebte Volksmusik-Sendung „Immer wieder sonntags“ durch die ARD hat sich nun Moderator Stefan Mross erstmals öffentlich zu diesem Thema geäußert. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ sprach der 50-jährige Traunsteiner über die Entscheidung und die verbleibende Zeit der Show.

Mross blickt auf tolle Zeit und verbleibende Sendungen

„Ich wollte mich dazu ja nicht äußern, und ich darf es auch nicht“, sagte Mross in der Samstagsausgabe der Zeitung. Dennoch ließ er seine Gefühle durchblicken: „Ich hatte wirklich eine tolle Zeit, und wir haben jetzt noch 13 Sendungen vor uns. Da ist die Vorfreude auf die Saison größer. Es werden Millionen Leute begeistert sein, und wir werden eine saugeile Staffel hinlegen wie jedes Jahr. Die Sendung hat ja Erfolg.“

Der Moderator, der die Sendung seit 2005 präsentiert, betonte dabei seine positive Einstellung: „Es ist ja nicht so, dass ich nächste Woche von heute auf morgen meine Sendung verloren habe, sondern wir müssen weiterdenken und positiv dabeibleiben.“ Auf die Frage nach möglichen Nachfolgeprojekten mit der ARD antwortete er ausweichend: „Da möchte ich nicht drüber reden momentan.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

ARD begründet Absetzung mit Sparmaßnahmen und Neuausrichtung

Die ARD hatte im März angekündigt, die seit rund 30 Jahren laufende Show nach diesem Jahr absetzen zu wollen. Als Gründe nannte der Sender Sparmaßnahmen und eine strategische Neuausrichtung. Das eingesparte Geld soll einerseits zur Haushaltskonsolidierung dienen und andererseits in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden.

Zudem wollen sich ARD und SWR verstärkt auf ein jüngeres und neueres Publikum fokussieren. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler bezeichnete die Entscheidung in einer offiziellen Mitteilung als „schmerzhaft“. Sie sei sorgfältig abgewogen worden und dem Sender „angesichts des großen Erfolgs“ nicht leicht gefallen. „Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns aber keine andere Wahl“, so Bratzler.

Erfolgszahlen und Petition zeigen Popularität der Sendung

Die Popularität der Sendung belegen eindrucksvolle Zahlen: Im vergangenen Jahr schauten die zwölf Live-Ausgaben im Ersten im Schnitt 1,26 Millionen Menschen, was einem durchschnittlichen Marktanteil von rund 17 Prozent entspricht. Mross sieht in einer gestarteten Petition für den Erhalt der Sendung eine Bestätigung für die Qualität der Show: „Dann hat man alles richtig gemacht. Wenn die Leute abschalten würden oder die Sendung nicht mehr laufen würde, würde ich denken: Da habe ich was falsch gemacht. Aber die Leute hängen dran, und von den Quoten her ist es eine der erfolgreichsten Shows im Marktanteil.“

Letzte Staffel startet Ende Mai

Die Live-Ausgaben in diesem Jahr sind als rund zweistündige Sendungen geplant. Die erste Sendung der Abschlussstaffel findet am 31. Mai statt, die letzte Ausgabe ist für den 6. September vorgesehen. Nach aktuellem Stand wird es kein Nachfolgeformat geben, was die Bedeutung dieser letzten Staffel zusätzlich unterstreicht.

Mross kündigte an, dass er in der ersten Sendung am 31. Mai noch etwas sagen möchte. „Ich bin kein Mensch, der sagt: Ich bin jetzt traurig“, betonte er im Interview. Das ZDF sendet mit dem „Fernsehgarten“ an Sonntagen zur warmen Jahreszeit ein ähnliches Format – ebenfalls live, unter freiem Himmel und mit Schlagermusik, was zeigt, dass das Genre trotz des Aus für „Immer wieder sonntags“ weiterhin im Programm bleibt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration