Die Sächsische Staatskapelle Dresden begibt sich in der kommenden Woche auf eine ausgedehnte Europa-Tournee. Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Daniele Gatti wird das renommierte Orchester zwei unterschiedliche Programme präsentieren. Den Auftakt bildet ein Konzert im berühmten Palau de la Música Catalana in Barcelona am kommenden Dienstag, wie das Orchester mitteilte. Dort steht Giuseppe Verdis ergreifende „Messa da Requiem“ auf dem Programm. Das Solistenensemble ist hochkarätig besetzt: Eleonora Buratto, Elīna Garanča, Benjamin Bernheim und Riccardo Zanellato werden die Solopartien übernehmen.
Weitere Stationen der Tournee
Nach dem Auftakt in Barcelona führt die Reise das Orchester weiter nach Madrid, wo ein weiteres Konzert geplant ist. Anschließend gastiert die Staatskapelle im Wiener Musikverein, einem der bedeutendsten Konzertsäle der Welt. Weitere Stationen sind Essen, Paris, Frankfurt am Main, Hamburg und schließlich Prag. Das zweite Programm der Tournee umfasst Werke von Richard Wagner, Claude Debussy und Camille Saint-Saëns. In Saint-Saëns' Cellokonzert wird der französische Cellist Gautier Capuçon als Solist zu erleben sein. Capuçon trägt in dieser Spielzeit bei der Staatskapelle den Ehrentitel Capell-Virtuos.
Zusammenarbeit mit internationalen Chören
Für die Aufführung des Verdi-Requiems arbeitet die Staatskapelle mit mehreren renommierten Chören zusammen. Dazu gehören der Orfeó Català aus Barcelona, der Chor des Orchestre de Paris sowie der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Diese Kooperation unterstreicht den internationalen Charakter der Tournee. Das Finale der Konzertreise findet am 4. Juni im Smetana Saal in Prag statt, einem weiteren traditionsreichen Veranstaltungsort.
Geschichte und Bedeutung der Staatskapelle
Die Sächsische Staatskapelle Dresden zählt mit ihrer fast 480-jährigen Geschichte zu den ältesten Orchestern der Welt. In internationalen Kritikerrankings belegt sie regelmäßig Spitzenplätze. Der Beginn des Tourneebetriebs des Orchesters wird auf die Uraufführung der „Alpensinfonie“ von Richard Strauss im Jahr 1915 in Berlin unter der Leitung des Komponisten datiert. Seitdem hat die Staatskapelle ihren herausragenden Klang auf zahlreichen Konzertreisen weltweit präsentiert und sich einen festen Platz in der internationalen Musikszene gesichert.



