Nach Blut-Unfall bei Richard III.: Berliner Schaubühne kündigt Sicherheitsüberprüfung an
Blut-Unfall bei Richard III.: Schaubühne kündigt Konsequenzen an

Blutiger Vorfall bei Shakespeare-Aufführung in Berlin

Der Schock sitzt tief an der Berliner Schaubühne nach einem unglücklichen Zwischenfall während der Vorstellung von Richard III. am Donnerstagabend. Hauptdarsteller Lars Eidinger, der seit 2015 die Paraderolle des Shakespeare-Königs verkörpert, verlor in der letzten Szene die Kontrolle über eine Theaterwaffe.

Degen fliegt ins Publikum

Bei der dramatischen Schlussszene, in der Richard allein gegen seine Dämonen kämpft, rutschte Eidinger der stumpfe Degen aus der Hand. Die Waffe flog direkt in die erste Reihe und traf eine Zuschauerin am Kopf. Der Vorfall führte zu einer blutenden Platzwunde, die jedoch glücklicherweise nicht schwerwiegend war.

Eidinger unterbrach die Vorstellung sofort, und die anwesende Theaterärztin konnte die Verletzte direkt vor Ort versorgen. Ein Krankenwagen musste nicht gerufen werden, was die vergleichsweise milde Verletzung unterstreicht.

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Schnelle Reaktion der Theaterleitung

Die Schaubühnenleitung reagierte prompt auf den Vorfall. Lars Eidinger erkundigte sich bereits am Morgen nach dem Ereignis telefonisch nach dem Wohlbefinden der betroffenen Zuschauerin. Auch die Theaterleitung steht in direktem Kontakt mit ihr und wünscht von Herzen gute Besserung.

Julia Kretschmer, Referentin der Schaubühne, erklärte: „Vorgänge wie Fechtszenen werden gemeinsam mit einem Stunt-Koordinator erarbeitet und regelmäßig trainiert. So geschieht es auch bei der Szene von Richard III.“

Umfassende Sicherheitsüberprüfung angekündigt

Die Theaterverantwortlichen kündigten konkrete Konsequenzen an. Die Abläufe der gefährlichen Szenen werden nun noch einmal neu überprüft, insbesondere durch den zuständigen Stunt-Koordinator. Darüber hinaus sollen die Darsteller für weitere Auftritte sensibilisiert werden.

Besonders kritisch ist die räumliche Nähe zwischen Bühne und Publikum im Saal C der Berliner Schaubühne. Lars Eidinger ist bekannt für sein impulsives und körperbetontes Spiel, bei dem auch Gegenstände über die Bühne fliegen können. Die Intensität solcher Szenen soll nun überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Vorstellungen gehen weiter

Trotz des Vorfalls sollen die geplanten Aufführungen von Richard III. fortgesetzt werden. Bereits am Freitagabend plant Lars Eidinger seine Rückkehr auf die Bühne, erneut mit dem Degen in der Hand. Seit 2015 verkörpert der Film- und Theaterstar die Shakespeare-Rolle mit seiner charakteristischen schauspielerischen Urgewalt.

Die Sprecherin der Schaubühne betonte: „Wir bedauern den unglücklichen Vorfall bei der gestrigen Vorstellung zutiefst und stehen noch immer unter Schock.“ Gleichzeitig unterstrich sie, dass alle Sicherheitsvorkehrungen standardmäßig mit professionellen Stunt-Koordinaten entwickelt und eingeübt werden.

Der Vorfall ereignete sich nur einen Tag, nachdem Lars Eidinger auf der Berlinale die Premiere des Kinofilms Die Blutgräfin gefeiert hatte. Der Schauspieler, der demnächst auch als Superman-Widersacher in einem Hollywood-Blockbuster zu sehen sein wird, bleibt trotz des Zwischenfalls fester Bestandteil des Berliner Theaterbetriebs.

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