Neue Inszenierung von Tschechows Klassiker
Am Berliner Ensemble feierte eine Neuinszenierung von Anton Tschechows „Drei Schwestern“ Premiere, die von der renommierten Regisseurin Mateja Koležnik inszeniert wurde. Die Aufführung sorgt bereits im Vorfeld für Aufsehen, da Koležniks letzte Regiearbeit von einem Skandal überschattet war: Zuschauer attackierten damals einen Schauspieler, den sie fälschlicherweise für einen echten Nazi hielten, obwohl er nur eine Rolle spielte. Nun stellt sich die Frage, ob Koležnik erneut mit ähnlicher Suggestionskraft arbeitet.
Die Handlung und Atmosphäre
Tschechows Drama spielt in einer russischen Provinzstadt und erzählt von den drei Schwestern Olga, Mascha und Irina, die von einem besseren Leben in Moskau träumen. Koležniks Inszenierung betont die düstere Welt der Figuren, ohne jedoch den Humor zu vernachlässigen. „Die Welt ist düster, wir haben trotzdem Spaß“, beschreibt ein Theaterkritiker den Ton der Aufführung. Die Bühne zeigt einen Bunker, der von zudringlichen Männern bevölkert wird, was die bedrückende Atmosphäre unterstreicht.
Kritikerstimmen und Publikumsreaktionen
Die Premiere stieß auf gemischte Reaktionen. Während einige Kritiker die starke Regiearbeit und die Suggestionskraft loben, bemängeln andere eine Überbetonung des Düsteren. Das Publikum zeigte sich jedoch überwiegend beeindruckt von der intensiven Darstellung der Schauspieler. Die Inszenierung wird voraussichtlich noch bis Ende der Saison im Spielplan des Berliner Ensembles bleiben.



