Hegseth: Waffenruhe mit Iran trotz Angriffen gültig
Hegseth: Waffenruhe mit Iran trotz Angriffen gültig

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hält trotz mutmaßlicher iranischer Militäraktionen am Bestehen einer Waffenruhe mit Teheran fest. „Die Waffenruhe ist nicht beendet“, sagte der Pentagonchef auf eine entsprechende Frage bei einer Pressekonferenz. Bei der neuen US-Initiative zur Wiederherstellung des freien Handelsverkehrs in der Straße von Hormus handele es sich um eine separate, zeitlich begrenzte, defensive Operation. Dieser Einsatz laufe getrennt vom Militäreinsatz „Gewaltiger Zorn“ gegen Iran und unterscheide sich deutlich davon, betonte Hegseth. „Wir suchen keinen Konflikt“, aber man dürfe Iran auch nicht erlauben, unschuldige Länder von der Durchfahrt der Meerenge abzuhalten. Trump ziehe es vor, dass die Initiative friedlich ablaufe, aber die USA seien jederzeit bereit, ihre Leute, Schiffe, Flugzeuge und die Mission zu verteidigen.

Handelsschiffe passieren die Straße von Hormus

Handelsschiffe unter US-Flagge hätten die Straße von Hormus bereits passiert und damit demonstriert, dass dies sicher sei, betonte Hegseth. Aktuell würden Hunderte weitere Schiffe verschiedener Nationen darauf warten, die Meerenge durchfahren zu können.

Spannungen in der Region verschärfen sich

Die Spannungen in der Region hatten sich zuletzt verschärft. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am Montag, nach einem iranischen Drohnenangriff in einem Industriegebiet der Hafenstadt Fudschaira sei ein Großbrand ausgebrochen. Außerdem habe die emiratische Flugabwehr zwölf ballistische Raketen, drei Marschflugkörper und vier Drohnen bekämpft. Zudem kam es nach US-Angaben zu Zwischenfällen auf See, bei denen die USA mehrere iranische Schiffe zerstört hätten. Präsident Donald Trump schrieb auf Truth Social von sieben „kleinen Booten“.

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Auch US-Generalstabschef Dan Caine erklärte, dass Teheran nach Ansicht der US-Regierung die Waffenruhe zwischen den USA und Iran nicht verletzt habe. Angriffe Irans leugnete er dabei nicht. „Seit der Verkündung des Waffenstillstands hat Iran neunmal auf Handelsschiffe geschossen und zwei Containerschiffe beschlagnahmt“, sagte Caine. Zudem seien mehr als zehnmal US-Streitkräfte angegriffen worden. „Allesamt Vorfälle, die zum jetzigen Zeitpunkt unterhalb der Schwelle für die Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen liegen.“

Nach spätestens 60 Tagen muss der US-Kongress einer Fortführung des Krieges in Iran zustimmen, so will es das Gesetz. Diese Frist ist nun verstrichen – welche Folgen das hat, bleibt abzuwarten. Die USA betonen weiterhin, keinen Konflikt zu suchen, aber ihre Interessen entschlossen zu verteidigen.

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