Iran legt USA Zehn-Punkte-Plan für dauerhaftes Kriegsende vor
Im Rahmen der vereinbarten zweiwöchigen Feuerpause haben iranische Vertreter der US-Regierung in Washington einen umfassenden Zehn-Punkte-Plan als Vorschlag für ein dauerhaftes Kriegsende übermittelt. US-Präsident Donald Trump kommentierte auf Truth Social, dass dieser Entwurf eine „praktikable Grundlage für Verhandlungen bietet“. Offiziell hat die iranische Regierung die Forderungen bisher nicht öffentlich gemacht, doch nahestehende Medien berichten bereits über konkrete Details.
Medien veröffentlichen Details des Plans
Die Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, hat als erste Einzelheiten des Entwurfs veröffentlicht. Demnach fordert der Iran:
- Eine dauerhafte Einstellung aller Aggressionen
- Die Beibehaltung der Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus
- Das Recht zur Urananreicherung
- Die vollständige Aufhebung internationaler Sanktionen und Strafmaßnahmen des UN-Sicherheitsrats
- Die Aufhebung von Resolutionen des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA
Weitere zentrale Punkte umfassen Kriegsentschädigungen sowie den vollständigen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region. Der Krieg soll an allen Fronten beendet werden, einschließlich der Konflikte im Libanon.
Unterschiedliche Berichterstattung über Details
Auch die Nachrichtenagentur Fars berichtet über den Zehn-Punkte-Plan. Ihre Informationen decken sich weitgehend mit denen von Tasnim, enthalten jedoch zusätzliche Details. Laut Fars verpflichtet sich der Iran im Rahmen des Plans:
- Niemals Atomwaffen herzustellen
- Die Urananreicherung nach erfolgreichen Verhandlungen einzuschränken
- Mit anderen Ländern der Region über Friedensabkommen zu verhandeln
Diese zusätzlichen Punkte könnten als Signal der Kompromissbereitschaft Teherans gewertet werden. Die unterschiedliche Berichterstattung deutet darauf hin, dass interne Diskussionen über die genaue Ausgestaltung des Plans noch nicht abgeschlossen sind.
Politische Bedeutung des Vorschlags
Der Zehn-Punkte-Plan markiert einen bedeutenden Schritt in den internationalen Beziehungen. Nach monatelangen Spannungen und militärischen Auseinandersetzungen zeigt Teheran mit diesem detaillierten Vorschlag erstmals konkrete Verhandlungsbereitschaft. Die Forderung nach Aufhebung aller Sanktionen bleibt jedoch ein zentraler Streitpunkt, der frühere Friedensbemühungen regelmäßig scheitern ließ.
Die positive Reaktion von US-Präsident Trump auf Truth Social deutet darauf hin, dass Washington den Plan ernsthaft prüfen wird. Ob die unterschiedlichen Medienberichte über Details des Plans auf interne Differenzen innerhalb der iranischen Führung zurückzuführen sind oder strategisch platziert wurden, bleibt vorerst unklar. Sicher ist jedoch, dass dieser Vorschlag die Grundlage für die kommenden diplomatischen Verhandlungen bilden wird.



