Kurz vor Verhandlungsbeginn: Iran stellt ultimative Forderungen an USA
In einer brisanten Entwicklung wenige Stunden vor dem geplanten Beginn von Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA hat Irans Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf (64) mit einer möglichen Absage der Gespräche gedroht. Der einflussreiche Politiker und ehemalige Militär veröffentlichte auf der Plattform X eine klare Botschaft, die die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft.
Zwei zentrale Bedingungen für Verhandlungsbeginn
Ghalibaf formulierte zwei konkrete Voraussetzungen, die aus seiner Sicht erfüllt sein müssen, bevor die Verhandlungen überhaupt beginnen können: Ein Waffenstillstand im Libanon und die Freigabe der blockierten iranischen Vermögenswerte durch die USA. „Diese beiden Angelegenheiten müssen erfüllt werden, bevor die Verhandlungen beginnen“, erklärte der Parlamentssprecher unmissverständlich.
Diese Forderungen stellen die für Samstag geplanten Gespräche in Islamabad, Pakistan, unmittelbar in Frage. Besonders der geforderte Waffenstillstand im Libanon erscheint problematisch, da Israel bisher keine Anzeichen zeigt, seine Angriffe auf die Hisbollah einzustellen. Die von Iran unterstützte Terrororganisation feuert kontinuierlich Drohnen und Raketen auf Nordisrael.
Verhärtete Fronten und unterschiedliche Positionen
Die Fronten zwischen den Verhandlungsparteien sind an mehreren Punkten verhärtet. Der Iran beharrt auf seinem Recht, die strategisch wichtige Straße von Hormus zu kontrollieren und sein umstrittenes Atomprogramm fortzuführen. Für die Vereinigten Staaten sind diese Positionen inakzeptabel, was die Verhandlungen zusätzlich belastet.
US-Vizepräsident JD Vance (41) äußerte sich vor seinem Abflug nach Pakistan am Freitagnachmittag deutlich: „Wenn die Iraner bereit sind, ernsthaft zu verhandeln, sind wir bereit, ihnen die Hand zu reichen. Wenn sie versuchen, Spielchen mit uns zu spielen, werden sie feststellen, dass unser Verhandlungsteam wenig aufgeschlossen dafür ist.“ Trotz dieser klaren Worte betonte Vance seine Hoffnung auf ein „positives“ Verhandlungsergebnis.
Fragiles Verhandlungsumfeld in Pakistan
Die Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stehen auf äußerst wackeligen Beinen. Nach fast sechs Wochen Luftkrieg und einem aktuell sehr brüchigen Waffenstillstand sollen Delegationen beider Länder eigentlich einen Friedensdeal aushandeln. Die Situation wird zusätzlich kompliziert durch aktuelle Meldungen von Golf-Staaten wie Kuwait, die am Freitag weiterhin Angriffe durch den Iran meldeten.
Auf amerikanischer Seite nehmen neben Vizepräsident Vance auch der erfahrene Krisendiplomat Steve Witkoff (69) und Jared Kushner (45), der ehemalige Schwiegersohn von Donald Trump, an den Verhandlungen teil. Für die iranische Seite verhandelt Parlamentssprecher Ghalibaf, der als Hardliner mit starkem Rückhalt bei den Revolutionsgarden gilt.
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (74) übernimmt als Vermittler eine zentrale Rolle in diesem diplomatischen Prozess. Ein Scheitern der Verhandlungen hätte schwerwiegende Konsequenzen und könnte zur Rückkehr zum offenen Krieg führen, was die bereits instabile Region weiter destabilisieren würde.
Die kommenden Stunden werden entscheidend sein, ob die von Ghalibaf gestellten ultimativen Forderungen zu einer Absage der Gespräche führen oder ob letzte diplomatische Bemühungen doch noch einen Verhandlungsbeginn ermöglichen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge, da ein Scheitern der Gespräche weitreichende sicherheitspolitische Auswirkungen hätte.



