Iranisches Militär verurteilt US-Seeblockade als Piraterie in der Straße von Hormus
Iran: US-Seeblockade ist Piraterie in Hormus-Straße

Iranisches Militär verurteilt US-Seeblockade als Piraterie in der Straße von Hormus

Nach zunächst gescheiterten diplomatischen Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran hat das iranische Militär die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der strategisch wichtigen Straße von Hormus scharf verurteilt. Ein Sprecher der iranischen Militärführung bezeichnete die geplante Maßnahme laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim als "Akt der Piraterie" und wies auf die Illegalität von Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern hin.

"Sicherheit für alle oder für niemanden"

Der Sprecher der iranischen Streitkräfte betonte in seiner Stellungnahme: "Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden." Diese Aussage unterstreicht die Position Teherans, dass maritime Sicherheit in der Region nicht selektiv gewährleistet werden kann und internationale Normen respektiert werden müssen.

Die von US-Präsident Trump angekündigte Seeblockade soll nach Angaben des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom) an diesem Montag um 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit) in Kraft treten. Die Blockade richtet sich speziell gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, und zielt darauf ab, den Iran wirtschaftlich unter Druck zu setzen.

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Hintergrund der Eskalation

Die jüngste Eskalation folgt auf gescheiterte diplomatische Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, die in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfanden. Nachdem diese Gespräche ergebnislos blieben, kündigte Trump am Sonntag die Seeblockade an, ohne zunächst einen konkreten Beginn zu nennen. Die Maßnahme verfolgt zwei Hauptziele:

  • Verhinderung von Gebühren, die der Iran von Reedereien für die Durchfahrt durch die Meerenge verlangen könnte
  • Abschneiden des Landes von wichtigen Öleinnahmen durch die Blockade seiner maritimen Handelswege

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt, durch die ein erheblicher Teil des globalen Öltransports fließt. Die iranische Reaktion zeigt die tiefe Besorgnis über die wirtschaftlichen und strategischen Auswirkungen einer solchen Blockade, die nach Ansicht Teherans gegen internationales Seerecht verstößt.

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