Iran und USA planen neue Atomgespräche in Genf - Außenminister Araghtschi zeigt Zuversicht
Iran-USA Atomgespräche in Genf - Araghtschi zuversichtlich

Neue Verhandlungsrunde zwischen Iran und USA in Genf angekündigt

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat eine weitere Verhandlungsrunde mit den Vereinigten Staaten von Amerika für diesen Donnerstag in Genf in Aussicht gestellt. Dies geschieht vor dem Hintergrund massiv erhöhten Drucks durch die verstärkte US-Präsenz im Nahen Osten. Araghtschi äußerte sich in einem Interview mit dem US-Sender CBS News zuversichtlich über den möglichen Ausgang der Gespräche.

Hoffnung auf besseres Abkommen als 2015

Der iranische Chefdiplomat erklärte, er gehe davon aus, dass bei dem Treffen in der Schweizer Stadt ein tragfähiger Text ausgearbeitet und rasch eine Einigung erzielt werden könne. Er zeigte sich optimistisch, dass ein besseres Abkommen als das Wiener Atomabkommen aus dem Jahr 2015 möglich sei. Es gebe Elemente, die deutlich über die damalige Vereinbarung hinausgehen könnten. Ein solches Abkommen könne unter anderem die friedliche Natur des iranischen Atomprogramms garantieren und zugleich eine Aufhebung der Sanktionen ermöglichen.

Kontroverse Positionen und Forderungen

Die USA und Israel haben bislang vom Iran die vollständige Aufgabe seines Atomprogramms und insbesondere eine Null-Urananreicherung gefordert. Teheran ist jedoch lediglich bereit, den derzeitigen Anreicherungsgrad von 60 Prozent zu senken, um zu bekräftigen, dass sein Nuklearprogramm friedlichen Zwecken dient und das Land – anders als im Westen befürchtet – nicht an Atomwaffen arbeitet. Im Gegenzug verlangt der Iran die Aufhebung der westlichen Sanktionen.

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Drohende Eskalation und innenpolitische Folgen

Finden beide Seiten keinen Kompromiss, droht eine militärische Eskalation. Angesichts der anhaltenden Unruhen im Iran könnte ein solcher Konflikt auch innenpolitische Konsequenzen haben. Teile der iranischen Opposition hoffen sogar auf einen Machtwechsel im Falle einer weiteren Verschärfung der Lage.

US-Position und militärischer Druck

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sagte in einem am Samstag ausgestrahlten Interview im Sender Fox News, US-Präsident Donald Trump sei „neugierig“, warum der Iran auch unter dem militärischen Druck, den die USA in der Region mit mehr Präsenz aufgebaut haben, noch nicht kapituliert habe. Diese Aussage unterstreicht die angespannte Atmosphäre und die hohen Erwartungen an die bevorstehenden Verhandlungen in Genf.

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