König Charles III. hat US-Präsident Donald Trump bei einem Abendessen im Weißen Haus ein außergewöhnliches Geschenk überreicht: eine goldene Glocke des britischen U-Bootes HMS Trump, das 1944 gebaut wurde. Die Geste war jedoch mit einem diplomatischen Seitenhieb verbunden.
Ein königliches Geschenk mit doppeltem Boden
Der britische Monarch überreichte die Glocke persönlich und sagte dabei: „Ihr Name? HMS Trump. Deshalb freue ich mich sehr, Ihnen heute Abend, Herr Präsident, als persönliches Geschenk die Originalglocke zu überreichen, die einst am Turm Ihres tapferen Namensvetters hing. Möge sie als Zeugnis der gemeinsamen Geschichte und der glänzenden Zukunft unserer beiden Nationen stehen. Und sollten Sie uns jemals erreichen müssen, dann klingeln Sie einfach durch.“
Ein Seitenhieb auf die transatlantische Allianz
Die Worte des Königs waren eine subtile Anspielung auf die derzeit angespannten Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien. Bereits in seiner Rede vor dem US-Kongress hatte Charles III. die brüchige transatlantische Allianz deutlich kritisiert. Mit dem Geschenk zeigte der Monarch einmal mehr, wie royale Diplomatie funktioniert: Kritik und Charmeoffensive gehen gekonnt Hand in Hand.
Das Weiße Haus reagierte auf die Geste mit einem Foto, das die Überschrift „Zwei Könige“ trug. Charles III. dürfte darüber vermutlich nur schmunzeln können.
Hintergrund des Staatsbesuchs
Der Staatsbesuch von König Charles III. in den USA sorgte für viel Aufsehen. Neben dem Treffen mit Trump standen auch Gespräche mit anderen politischen Vertretern auf dem Programm. Der König nutzte die Gelegenheit, um politische Entwicklungshilfe zu leisten, ließ jedoch das Thema Epstein aus. In seiner Rede vor dem Kongress las er der US-Regierung die Leviten, ohne dass diese es bemerkte.
Marc Pitzke berichtete aus Washington, D.C. und kommentierte die Ereignisse. Der Besuch des Königs zeigte, dass die britische Monarchie auch in schwierigen Zeiten eine wichtige Rolle in der internationalen Diplomatie spielen kann.



