Melania Trump bestreitet jede Verbindung zu Jeffrey Epstein
In einer außergewöhnlichen und rätselhaften Stellungnahme im Weißen Haus hat die amerikanische First Lady Melania Trump jegliche Freundschaft oder enge Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nachdrücklich bestritten. Die 55-Jährige betonte dabei mehrfach: »Ich war nie mit Epstein befreundet« und verwies darauf, dass sie weder auf seiner Privatinsel noch in einem seiner Flugzeuge gewesen sei.
Gesellschaftliche Überschneidungen, aber keine Beziehung
Melania Trump räumte ein, dass sie und ihr Ehemann Donald Trump gelegentlich zu denselben gesellschaftlichen Veranstaltungen wie Epstein eingeladen worden seien. »Donald und ich wurden von Zeit zu Zeit zu denselben Partys wie Epstein eingeladen, da sich gesellschaftliche Kreise in New York City und Palm Beach häufig überschneiden«, erklärte die First Lady. Eine echte persönliche Beziehung zu dem Finanzier habe es jedoch nie gegeben.
Besonders betonte sie, dass Epstein sie nicht mit Donald Trump bekannt gemacht habe. »Ich bin nicht Epsteins Opfer, Epstein hat mich nicht Donald Trump vorgestellt«, so ihre deutlichen Worte. Sie kenne ihren späteren Ehemann seit 1998 von einer Party in New York City.
Falsche Bilder und Behauptungen im Internet
Die First Lady wies darauf hin, dass seit Jahren »zahlreiche gefälschte Bilder und Behauptungen« über sie und Epstein im Internet kursierten. »Diese Bilder und Geschichten sind völlig falsch«, behauptete sie entschieden. Ob sich ihre Erklärung auf neue Veröffentlichungen bezog, blieb zunächst unklar.
Unter den vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenten befand sich eine kurze E-Mail aus dem Jahr 2002, bei der Absender und Empfänger geschwärzt waren. Die Nachricht beginnt mit »Dear G!« und endet mit »Love, Melania« und lobt den Empfänger für einen Magazinartikel über »JE«.
Rätselhafter Zeitpunkt der Erklärung
Die Botschaft der First Lady kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Epstein-Kontroverse scheinbar in den Hintergrund getreten war. Nach wochenlangem Fokus auf den Fall hatten der Krieg im Iran und andere internationale Themen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und Medien absorbiert. Die plötzliche Erklärung Melanias wirft daher Fragen auf.
Journalistenfragen beantwortete die First Lady nicht, was die Motive für ihren überraschenden Auftritt zusätzlich mysteriös erscheinen lässt. Ein Foto aus dem Jahr 2000 zeigt Donald Trump, Melania, Jeffrey Epstein sowie Ghislaine Maxwell im Mar-a-Lago Club in Palm Beach, Florida – ein Bild, das die gesellschaftlichen Überschneidungen dokumentiert.
Forderung nach öffentlicher Anhörung
Melania Trump forderte in ihrer Erklärung zudem den Kongress auf, eine öffentliche Anhörung zu organisieren, bei der Überlebende von Epsteins Verbrechen vor den Abgeordneten aussagen können. »Jede Frau sollte die Möglichkeit haben, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen, wenn sie möchte«, sagte sie. »Dann, und nur dann, werden wir die Wahrheit erfahren.«
Die First Lady betonte damit nicht nur ihre eigene Distanzierung von Epstein, sondern positionierte sich auch als Fürsprecherin der Opfer. Die genauen Beweggründe für ihren zeitlich unerwarteten Auftritt bleiben jedoch vorerst im Dunkeln.



