Merz zeigt sich desillusioniert über US-Strategie im Iran-Krieg
Merz desillusioniert über US-Strategie im Iran-Krieg

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich in deutlichen Worten „desillusioniert“ über das Vorgehen der USA und Israels im Iran-Krieg geäußert. „Ja, ich bin da mittlerweile desillusioniert“, sagte er am Rande der Unions-Klausur in Berlin. Die von den USA und Israel anfangs angestrebte schnelle Lösung des Konflikts innerhalb weniger Tage sei nicht eingetreten.

Eigene europäische Vorstellungen

„Deswegen wollen wir uns ja auch von der europäischen Seite aus diplomatisch mit um eine Lösung bemühen“, erklärte Merz. Man stimme sich eng mit der amerikanischen Seite ab, betone jedoch, dass Europa eigene Vorstellungen zur Konfliktlösung habe. Der Kanzler hatte sich bereits am Morgen bei einer Diskussion mit Schülern im Sauerland kritisch geäußert und den USA eine fehlende Strategie vorgeworfen.

Schwere Vorwürfe an die USA

„Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung“, sagte Merz. Die USA seien nicht in der Lage, den Krieg schnell zu beenden, „weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben“. Der Frust des Kanzlers über den Iran-Krieg wird damit immer deutlicher. Deutschland werde sich verstärkt diplomatisch engagieren, um eine Lösung zu finden.

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