Merz: US-Mittelstreckenraketen für Deutschland derzeit unwahrscheinlich
Merz: US-Mittelstreckenraketen für Deutschland derzeit unwahrscheinlich

Bundeskanzler Friedrich Merz hält es aktuell für unwahrscheinlich, dass die USA die zugesagten Tomahawk-Mittelstreckenraketen an Deutschland liefern. In der ARD-Sendung „Caren Miosga“ sagte Merz, es gebe aus den USA „ganz objektiv kaum eine Möglichkeit, Waffensysteme dieser Art abzugeben“, da die Amerikaner selbst nicht genug hätten. Der Zug sei aber noch nicht abgefahren.

Ex-Präsident Joe Biden hatte Deutschland beim Nato-Gipfel 2024 die Stationierung von Mittelstreckenwaffen zugesagt, darunter Tomahawk-Marschflugkörper mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern. US-Präsident Donald Trump hat sich dazu bisher nicht bekannt, aber die Zusage auch nicht zurückgenommen. Medienberichten zufolge soll das US-Verteidigungsministerium im Zuge des geplanten Truppenabzugs um 5.000 Soldaten auch die Stationierung einer Bedienungseinheit für die Raketen zurückgenommen haben.

Merz zeigte sich nicht überrascht von der Truppenreduzierung. Nach seinem Gespräch mit Trump im März hatte er jedoch noch betont, Trump habe ihm versichert, an der militärischen Präsenz in Deutschland festzuhalten. Der Kanzler räumte ein, dass die Bundeswehr die Lücke im konventionellen Bereich nicht ausgleichen könne, verwies aber auf das Gesamtverteidigungssystem. Die nukleare Abschreckung durch US-Atomwaffen in Deutschland bleibe unangetastet.

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Mit Blick auf den Iran-Krieg bekräftigte Merz Differenzen mit Trump. Er betonte ein gemeinsames Ziel: Der Iran dürfe nicht in den Besitz der Atombombe kommen. Auf die Frage, ob er seine früheren Äußerungen wiederholen würde, wich Merz aus.

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