Netanyahu besucht Truppen im Südlibanon und bekräftigt Fortsetzung der Kämpfe
Netanyahu im Libanon: Kämpfe werden fortgesetzt

Netanyahu bekräftigt bei Truppenbesuch im Libanon Fortsetzung der Militäroperationen

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hat am Sonntagabend ein Video veröffentlicht, das ihn während eines Besuchs bei israelischen Truppen im Südlibanon zeigt. Gemeinsam mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Eyal Zamir besuchte er den südlichen Abschnitt des Nachbarlandes, wie aus seinem Büro mitgeteilt wurde. Der genaue Ort des Truppenbesuchs wurde dabei nicht preisgegeben.

Entschlossenheit vor geplanten Friedensgesprächen

Wenige Tage vor geplanten direkten Gesprächen zwischen Israel, dem Libanon und den USA in Washington zeigte sich Netanyahu entschlossen, die militärischen Operationen fortzusetzen. »Der Krieg dauert an, auch innerhalb der Sicherheitszone im Libanon«, erklärte der Premierminister nach Angaben seines Büros. In dem veröffentlichten Video ist Netanyahu mit einer kugelsicheren Weste bekleidet und von Soldaten umgeben, von denen einige maskiert sind.

Netanyahu betonte die Erfolge der israelischen Bodenoffensive im Südlibanon: »Die Bodenoffensive im Südlibanon habe dazu beigetragen, die Gefahr von Raketenbeschuss durch die Hisbollah auf israelische Ortschaften einzudämmen.« Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Mission noch nicht abgeschlossen sei: »Es gibt noch viel zu tun, und wir tun es.«

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Hintergrund des Konflikts

Der aktuelle Konflikt hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Anfang März nahm die mit Teheran verbündete libanesische Hisbollah-Miliz Israel unter Beschuss. Als Reaktion darauf flog Israel massive Angriffe auf Teile des Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Die gegenseitigen Angriffe halten seitdem unvermindert an.

Libanesische Position und geplante Verhandlungen

Während die Hisbollah die für Dienstag geplanten Gespräche in Washington ablehnt, bemüht sich die libanesische Regierung um ein Ende des Krieges durch Verhandlungen. Regierungschef Nawaf Salam erklärte in einer Fernsehansprache am Sonntag: »Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, diesen Krieg zu beenden, den Abzug Israels aus all unseren Gebieten sicherzustellen, die Rückkehr aller Gefangenen zu erreichen, unsere zerstörten Dörfer und Städte wieder aufzubauen und die sichere Rückkehr der Vertriebenen zu gewährleisten.«

Die libanesische Präsidentschaft teilte am Freitag mit, dass bei den Gesprächen im US-Außenministerium über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verhandelt werden soll. Die israelische Regierung strebt nach eigenen Angaben Gespräche über eine Entwaffnung der von Iran finanzierten Hisbollah-Miliz und über friedliche Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern an.

Die direkten Gespräche zwischen Vertretern Israels, des Libanons und der USA am Dienstag in Washington könnten einen wichtigen Schritt zur Deeskalation des Konflikts darstellen. Allerdings zeigen die jüngsten Äußerungen Netanyahus und die ablehnende Haltung der Hisbollah, dass die Verhandlungen vor erheblichen Herausforderungen stehen werden.

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