Putin verkündet 30-stündige Waffenruhe für orthodoxe Ostertage im Ukraine-Krieg
Putin verkündet Waffenruhe für orthodoxe Ostertage

Russland verkündet Feuerpause zu Ostern

Der russische Präsident Wladimir Putin hat anlässlich des bevorstehenden orthodoxen Osterfests eine 30-stündige Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine angekündigt. Diese soll am Samstag um 16 Uhr Ortszeit beginnen und den gesamten Sonntag andauern, wie der Kreml mitteilte. Die orthodoxen Christen in der Ukraine und Russland feiern Ostern erst am kommenden Sonntag, dem 12. April.

Keine unmittelbare Reaktion aus Kyjiw

Auf die Ankündigung aus Moskau gab es zunächst keine direkte Stellungnahme aus der ukrainischen Hauptstadt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in den vergangenen Tagen mehrfach eine Waffenruhe über die Osterfeiertage gefordert. Russland erklärte jedoch, ein entsprechendes Angebot nicht erhalten zu haben.

Verteidigungsminister Andrej Beloussow und Generalstabschef Waleri Gerassimow seien angewiesen worden, für den Zeitraum der Waffenruhe die Kampfhandlungen in allen Richtungen einzustellen. Gleichzeitig betonte der Kreml, dass die Truppen bereit sein müssten, mögliche Provokationen und aggressive Handlungen des Gegners zu unterbinden.

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Brüchige Feuerpausen in der Vergangenheit

In den vergangenen Monaten hatten mehrere Gesprächsrunden zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der USA keine Fortschritte in Richtung einer dauerhaften Einstellung der Kampfhandlungen gebracht. Auch zeitlich begrenzte Waffenruhen erwiesen sich zuletzt als brüchig.

Im seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gab es bereits mehrfach Versuche zeitlich begrenzter Feuerpausen. Dabei warfen sich die Kriegsparteien stets gegenseitig Verstöße vor. Zudem beschuldigten sich beide Seiten, solche Phasen für die Neuaufstellung von Truppen sowie für Wiederaufrüstung zu nutzen.

Frühere Waffenruhen zu besonderen Anlässen

Bereits im vergangenen Jahr hatte Putin am Karsamstag eine 30-stündige Waffenruhe verkündet. Auch über die Weltkriegsgedenktage im Mai gab es eine ähnliche Feuerpause. Eine Weihnachts-Waffenruhe hatte der Kremlchef jedoch abgelehnt.

Die aktuelle Ankündigung erfolgt in einer Phase, in der die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts stagnieren. Der Kreml äußerte die Erwartung, dass die ukrainische Seite dem Beispiel der Russischen Föderation folgen werde. Ob dies tatsächlich geschieht, bleibt abzuwarten.

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