PDC schließt trans Darts-Spielerinnen aus: WM-Teilnehmerin van Leuven betroffen
Darts-Verband schließt trans Spielerinnen von Frauenturnieren aus

Darts-Profiverband schließt trans Spielerinnen von Frauenturnieren aus

Die Professional Darts Corporation (PDC) hat mit sofortiger Wirkung neue Richtlinien eingeführt, die trans Athletinnen von Frauenturnieren ausschließen. Bisher konnten trans Dartsprofis an der Women's Series der PDC teilnehmen, doch diese Praxis wurde nun beendet. Die zweimalige WM-Teilnehmerin Noa-Lynn van Leuven aus den Niederlanden ist von dieser Entscheidung direkt betroffen und fühlt sich von der Organisation in den Ruhestand geschickt.

Van Leuven reagiert emotional auf den Ausschluss

Die 29-jährige Noa-Lynn van Leuven, die ihre Transition zur Frau im Jahr 2022 abgeschlossen hatte, gewann insgesamt sechs Turniere der PDC Women's Series. In einem emotionalen Video auf ihrem Instagram-Kanal äußerte sie ihre Enttäuschung: "Anscheinend bin ich gerade in den Ruhestand geschickt worden – nicht freiwillig, sondern weil ich nicht mehr teilnehmen darf." Sie betonte, dass es sich hierbei nicht nur um ein persönliches Problem handelt, sondern um einen schweren Schlag für die gesamte trans Community. Trotz der Rückschläge zeigte sie sich kämpferisch und erklärte, dass sie noch nicht aufgegeben habe und von vorne beginnen werde.

Wissenschaftliche Begründung für die Entscheidung

Die neuen Richtlinien der Darts Regulation Authority (DRA), die von der PDC übernommen wurden, stützen sich auf einen Bericht der akademischen Entwicklungsbiologin Dr. Emma Hilton. Dieser Bericht kommt zu dem Schluss, dass sich mehrere Geschlechtsunterschiede geringen Ausmaßes summieren und zu einem Vorteil der Männer gegenüber den Frauen im Dartssport führen. Auf dieser Grundlage wurde Darts als eine geschlechtsspezifische Sportart eingestuft. Die DRA kündigte an, die Teilnahmebedingungen mindestens einmal jährlich zu überprüfen, gab jedoch keine Details zu möglichen Tests wie dem SRY-Gen-Screening bekannt.

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Reaktionen aus der Darts-Community

Die Entscheidung der PDC folgt auf wiederholte Forderungen von Spielerinnen, trans Athletinnen von Frauenturnieren auszuschließen. Im vergangenen Jahr weigerten sich zwei Teamkolleginnen aus der niederländischen Nationalmannschaft, mit van Leuven zusammenzuspielen. Die britische Darts-Spielerin Deta Hedman zog ihre Teilnahme mehrfach zurück, wenn sie bei Turnieren auf van Leuven traf. Diese Vorfälle haben die Debatte über die Teilnahme von trans Athletinnen im Frauensport weiter angeheizt.

Van Leuven darf weiterhin an offenen Turnieren wie der Weltmeisterschaft und allen anderen PDC-Majors teilnehmen, doch der Ausschluss von der Women's Series stellt einen erheblichen Einschnitt in ihre Karriere dar. Die PDC und DRA betonen, dass die neuen Richtlinien der Fairness im Sport dienen sollen, während Kritiker sie als diskriminierend und rückschrittlich bezeichnen. Die Diskussion über Inklusion und Chancengleichheit im Profisport wird durch diese Entscheidung weiter intensiviert.

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