Putins absurde Oster-Feuerpause: Nur 30 Stunden Frieden für die Ukraine?
Putins Oster-Feuerpause: Nur 30 Stunden Frieden?

Putins kurzes Oster-Angebot: Nur 30 Stunden Waffenruhe für die Ukraine

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) hat der Ukraine nach Angaben des Kremls eine Feuerpause zum orthodoxen Osterfest angeboten. Die vorgeschlagene Waffenruhe soll von Samstag, 16 Uhr, bis Sonntagabend gelten – was lediglich etwas mehr als 30 Stunden Frieden bedeuten würde. Der russische Despot erwarte von der ukrainischen Seite einen ähnlichen Schritt, teilte die Regierung in Moskau am Donnerstag mit.

Ukrainischer Präsident hatte Osterruhe bereits gefordert

Interessant ist dabei, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bereits in der vergangenen Woche mehrfach eine Osterruhe eingefordert hatte. Dabei hatte er offen gelassen, ob sie für die Feiertage des westlichen Osterfestes am vergangenen Wochenende oder für das orthodoxe Osterfest am kommenden Wochenende gelten sollte. Putins Angebot kommt somit zu einem Zeitpunkt, zu dem die ukrainische Führung selbst nach einer temporären Kampfpause verlangt hatte.

Der Generalstab der russischen Armee sei angewiesen worden, „die Kampfhandlungen in allen Richtungen für diesen Zeitraum einzustellen“, erklärte der Kreml weiter. In der offiziellen Mitteilung heißt es jedoch auch: Die Truppen seien zugleich bereit, „allen möglichen Provokationen des Feindes entgegenzuwirken“. Diese Formulierung lässt Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Angebots aufkommen.

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Putin-Gesandter verhandelt parallel in den USA

Auffällig an dem Zeitpunkt für diese Mini-Feuerpause ist ein weiterer Faktor: Putins Sondergesandter Kirill Dmitrijew (50) soll sich derzeit in den USA aufhalten und dort mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump verhandeln. Wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf Insider berichtet, soll es in den Gesprächen um ein Friedensabkommen für die Ukraine ebenso wie um die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder gehen.

Zudem dürfte Russland daran interessiert sein, eine von den USA ausgesprochene Ausnahme für russische Ölexporte zu verlängern. Noch bis zum 11. April gilt eine 30-tägige Frist, die Ländern den Kauf von auf See befindlichem russischen Öl erlaubt – trotz geltender Sanktionen. Die zeitliche Nähe dieser Verhandlungen zur angekündigten Feuerpause wirft Fragen nach den wahren Motiven des Kremls auf.

Vergangene Feuerpausen endeten im gegenseitigen Vorwurf

Schon in der Vergangenheit hatten Russland und Ukraine auf temporäre Waffenruhen hingearbeitet, die jedoch selten von Dauer waren. Vergangenes Jahr hatte Putin zu Ostern einseitig eine 30-stündige Feuerpause ausgerufen. Beide Seiten beschuldigten sich anschließend gegenseitig, diese gebrochen zu haben. Die Geschichte wiederholt sich somit in beunruhigender Weise.

Die kurze Dauer der aktuell angebotenen Feuerpause – gerade einmal etwas mehr als 30 Stunden – lässt viele Beobachter an der Ernsthaftigkeit des Angebots zweifeln. Ist dies ein echtes Friedenssignal oder lediglich eine taktische Geste, um internationale Verhandlungen zu unterstützen? Die Antwort darauf bleibt ungewiss, während die Menschen in der Ukraine weiterhin unter dem Krieg leiden.

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