Selenskyj fordert Oster-Waffenruhe: Ukraine macht Russland Vorschlag für Feuerpause
Selenskyj fordert Oster-Waffenruhe: Ukraine macht Vorschlag

Ukrainischer Präsident appelliert für Oster-Feuerpause

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat einen konkreten Vorschlag für eine Waffenruhe über die Osterfeiertage unterbreitet. In einem Gespräch mit Journalisten in Kiew stellte der 48-jährige Präsident zwei mögliche Varianten zur Diskussion, um die Kampfhandlungen vorübergehend einzustellen.

Zwei Optionen für eine vorübergehende Entspannung

Selenskyj präsentierte folgende Alternativen:

  • Eine komplette Feuerpause, bei der weder Raketen noch Drohnen zum Einsatz kommen sollten
  • Zumindest ein Stopp der Attacken auf Energieanlagen und kritische Infrastruktur
Der ukrainische Präsident betonte dabei besonders den Schutz der Ernährungssicherheit und Energieversorgung, sowohl auf See als auch in der Luft. „Keine Angriffe auf die Infrastruktur“, forderte Selenskyj nachdrücklich.

Russland soll konkreten Termin nennen

Nach Angaben des ukrainischen Staatsoberhaupts hat die Regierung in Kiew ihren Vorschlag bereits formuliert. „Nun ist Russland am Zug – es solle einen Termin nennen“, erklärte Selenskyj. Der Präsident bezog sich dabei vermutlich auf das orthodoxe Osterfest am 12. April, das sowohl in der Ukraine als auch in Russland eine Woche nach den westlichen Kirchen gefeiert wird.

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Dauerhafter Frieden bleibt das eigentliche Ziel

Obwohl die temporäre Waffenruhe im Mittelpunkt der aktuellen Initiative steht, betonte Selenskyj, dass sein eigentliches Ziel ein dauerhafter Waffenstillstand bleibe. Der russische Angriffskrieg dauert bereits seit über vier Jahren an, und bisherige Versuche, die Kämpfe über Feiertage ruhen zu lassen, scheiterten meist an der anhaltenden Intensität der Gefechte.

Internationale Beobachter zeigen sich skeptisch, ob der Kreml unter Wladimir Putin auf den Vorschlag eingehen wird. Bisher hat die russische Führung trotz zahlreicher diplomatischer Bemühungen kein nachhaltiges Interesse an Friedensverhandlungen erkennen lassen. Die Ukraine hofft nun auf eine positive Reaktion aus Moskau, um wenigstens während der Osterfeiertage eine Atempause für die Zivilbevölkerung zu erreichen.

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