Trump attackiert ehemalige MAGA-Verbündete als „Versager“
US-Präsident Donald Trump (79) hat in einer scharfen Reaktion ehemalige Unterstützer aus dem MAGA-Lager angegriffen. Zu den Zielen seiner Kritik gehören insbesondere der einflussreiche Rechtsaußen-Influencer Tucker Carlson und die ehemalige Fox-News-Journalistin Megyn Kelly. Beide hatten zuvor Trumps Außenpolitik, insbesondere sein Vorgehen im Iran, kritisiert.
Schärfste Töne auf Truth Social
„Es sind dumme Leute, sie wissen es, ihre Familien wissen es, und alle anderen wissen es auch!“, wetterte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Präsident zog eine deutliche Grenze: „Sie sind nicht MAGA, sie sind Versager.“ In seinen Ausführungen bezog er sich auch auf die beruflichen Situationen der Kritiker: „Sie wurden alle aus dem Fernsehen geworfen, haben ihre Sendungen verloren und werden nicht einmal mehr ins Fernsehen eingeladen, weil sich niemand für sie interessiert; sie sind VERRÜCKTE, UNRUHESTIFTER.“
Außenpolitische Kritik als Auslöser
Die Rechtsaußen-Influencer werfen Trump vor, amerikanische Interessen in der Außenpolitik zu vernachlässigen. Tucker Carlson, der im Januar 2025 noch auf einer Trump-Veranstaltung auftrat, betreibt laut Beobachtern eine aggressive Anti-Israel-Propaganda. Seine Behauptung, Trump sei lediglich eine Marionette von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und stelle israelische über amerikanische Interessen, wurde von vielen als antisemitisch bewertet – darunter auch vom einflussreichen Republikaner Ted Cruz.
Bröckelnde Unterstützung im MAGA-Lager
Die aktuelle Entwicklung zeigt Risse in der MAGA-Bewegung. Während 81 Prozent der Republikaner den Iran-Krieg grundsätzlich befürworten, ist die „starke Zustimmung“ innerhalb der MAGA-Basis seit Kriegsbeginn messbar zurückgegangen. Trumps Sorge gilt den anstehenden Zwischenwahlen im Herbst: Eine Spaltung im republikanischen Lager könnte zu einem schwachen Wahlergebnis führen.
Kommunikationsstrategie: Ausgrenzung statt Dialog
Die Kommunikationsstrategie des US-Präsidenten scheint klar: Wer gegen ihn ist, gehört nicht mehr zur Bewegung. Anstatt auf inhaltliche Kritik einzugehen, versucht Trump, seine ehemaligen Unterstützer zu delegitimieren und aus dem MAGA-Lager auszugrenzen. Diese Taktik könnte jedoch die bereits bestehenden Spannungen innerhalb der republikanischen Basis weiter vertiefen.
Die Entwicklung zeigt, wie sich die politischen Fronten innerhalb des amerikanischen Rechtsaußen-Lagers verschieben. Während Trump versucht, seine Führungsposition zu festigen, formiert sich Widerstand von ehemaligen Verbündeten, die seine politische Ausrichtung in Frage stellen. Der Konflikt könnte die republikanische Partei nachhaltig prägen und die politische Landschaft in den USA vor den wichtigen Zwischenwahlen erheblich verändern.



