Trump äußert Wunsch nach Kontrolle über iranische Ölvorkommen
In einem aktuellen Interview mit der britischen Zeitung Financial Times hat US-Präsident Donald Trump seine Bereitschaft bekräftigt, die Ölvorkommen des Irans zu übernehmen. „Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen“, erklärte der Republikaner und kritisierte zugleich Gegner solcher Pläne als „dumme Leute“.
Militärische Optionen und Risiken einer Offensive
Für eine solche Übernahme müsste das US-Militär wahrscheinlich die strategisch wichtige Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der iranischen Erdölexporte abgewickelt werden. Das Pentagon hat laut Berichten bereits die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für Landoperationen ausgebildet sind.
Trump zeigte sich in dem Interview jedoch ambivalent: „Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen“. Er äußerte die Einschätzung, dass die iranische Verteidigung auf der Insel schwach sei und eine Einnahme leicht möglich wäre. Experten warnen jedoch davor, dass US-Soldaten nach einer möglichen Besetzung zu leichten Zielen für iranische Angriffe werden könnten.
Diplomatische Verhandlungen und drohende Eskalation
Trotz der martialischen Rhetorik betonte Trump, dass indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler Fortschritte machten. Der US-Präsident hat dem Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts zu akzeptieren. Diese Frist läuft am 7. April um 2.00 Uhr deutscher Zeit ab.
Auf die Frage nach einer möglichen Waffenruhe, die die wichtige Straße von Hormus für den globalen Öl- und Gastransport wieder öffnen könnte, verweigerte Trump konkrete Angaben. Stattdessen verwies er auf die militärischen Kapazitäten: „Wir haben noch etwa 3.000 Ziele übrig – wir haben 13.000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns“. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, dass „ein Abkommen ziemlich schnell zustande kommen“ könnte.
Die Situation bleibt angespannt, während die internationale Gemeinschaft die Entwicklungen mit Sorge verfolgt. Die mögliche Einnahme der Insel Charg würde nicht nur die regionalen Spannungen verschärfen, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte haben.



