Trump droht mit Übernahme iranischer Ölressourcen
In einem exklusiven Interview mit der britischen Financial Times hat US-Präsident Donald Trump (79) seine Bereitschaft bekundet, die Kontrolle über die Ölvorkommen des Iran zu übernehmen. „Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen“, erklärte der Präsident und löste damit internationale Besorgnis aus. Für einen solchen Schritt müssten US-Streitkräfte jedoch die strategisch wichtige Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der iranischen Erdölexporte abgewickelt werden.
„Dumme Leute“ kritisieren Pläne
Trump reagierte scharf auf innenpolitische Kritik an seinen Überlegungen. „Aber einige dumme Leute in den USA sagen: Warum tust du das? Das sind dumme Leute“, fügte er hinzu und machte deutlich, dass er Widerstand gegen seine Pläne nicht toleriert. Die Äußerungen zeigen, wie kontrovers die Idee selbst innerhalb des Trump-Lagers diskutiert wird.
Militärische Optionen und Verhandlungen
Laut dem Bericht der Financial Times hat das Pentagon bereits die Entsendung von rund 10.000 speziell ausgebildeten Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Gebieten trainiert sind. Trump äußerte sich jedoch ambivalent über konkrete militärische Schritte: „Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen.“ Er betonte, dass eine Besetzung der Insel einen längeren Aufenthalt der US-Truppen erforderlich machen würde.
Gleichzeitig betonte der US-Präsident, dass indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler gut vorankämen. Trump hat dem Iran eine Frist bis zum 7. April gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts zu akzeptieren – andernfalls drohen Angriffe auf den iranischen Energiesektor.
Kriegsverlauf und Verhandlungstaktik
Trump zeigte sich optimistisch über den Fortschritt des Konflikts. An Bord der Air Force One erklärte er Journalisten, der Krieg habe bereits einen „Regimewechsel“ in Teheran bewirkt und laufe besser als geplant. „Wir liegen beim Ballraum im Weißen Haus und beim Iran vor dem Zeitplan“, so der Präsident.
Doch seine Verhandlungstaktik bleibt unberechenbar. „Manchmal verhandeln wir mit ihnen und dann müssen wir sie in die Luft sprengen“, sagte Trump und verdeutlichte damit seinen hybriden Ansatz aus Diplomatie und militärischer Drohung. Er betonte, seine Regierung verhandle mit „anderen Leuten“ als alle früheren US-Administrationen.
Militärische Ziele und Zeitdruck
Auf die Frage nach möglichen Waffenruhevereinbarungen weigerte sich Trump, konkrete Details zu nennen. Stattdessen verwies er auf die verbleibenden militärischen Ziele: „Wir haben noch etwa 3000 Ziele übrig – wir haben 13.000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns.“ Dennoch zeigte er sich zuversichtlich: „Ein Abkommen könnte ziemlich schnell zustande kommen.“
Die Situation bleibt angespannt, während die Frist vom 7. April näher rückt und die internationalen Beobachter die Entwicklung zwischen militärischen Drohungen und diplomatischen Gesprächen genau verfolgen.



