Trumps Friedensrat für Gaza: Milliarden-Zusagen bleiben größtenteils aus
US-Präsident Donald Trumps ambitionierter Friedensrat für den Gazastreifen steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Obwohl bei einer Konferenz in Washington Zusagen in Höhe von rund 17 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau der Region gemacht wurden, ist bisher nur ein kleiner Teil dieser Summe tatsächlich eingegangen.
Geringe Mittel behindern Kontrollübernahme
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, haben lediglich drei der zehn beteiligten Golfstaaten – die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko und die USA selbst – finanzielle Mittel bereitgestellt. Bisher sind weniger als eine Milliarde Dollar zusammengekommen. Dies verhindert, dass das von den USA unterstützte Nationale Komitee für die Verwaltung Gazas (NCAG) die Kontrolle von der Hamas übernehmen kann.
Der Gesandte des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, hat den palästinensischen Gruppen mitgeteilt, dass derzeit kein Geld verfügbar sei. Das NCAG unter Führung des früheren palästinensischen Vizeministers Ali Shaath soll eigentlich die Ministerien und Polizei im Gazastreifen übernehmen.
Konferenz und geopolitische Veränderungen
Der US-Präsident hatte zehn Tage vor den amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran eine Konferenz in Washington ausgerichtet. Bei dieser Veranstaltung sagten Golfstaaten Milliarden für den Wiederaufbau und die Verwaltung Gazas nach einer Entwaffnung der islamistischen Hamas zu. Der anschließende Krieg in Iran hat jedoch die Situation grundlegend verändert und die Finanzierungsprobleme verschärft, wie Insider berichten.
Israel macht einen vollständigen Truppenabzug von der Entwaffnung der Hamas abhängig, während die Palästinensergruppe Garantien für einen israelischen Abzug fordert. Der Gazakrieg begann mit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 auf Israel.
Die fehlenden finanziellen Mittel behindern nicht nur den Wiederaufbau, sondern auch die politischen Prozesse in der Region erheblich. Die Situation bleibt angespannt, während die internationale Gemeinschaft mit den Folgen der geopolitischen Verschiebungen zu kämpfen hat.



