So viel steht fest: Der Angriff der USA auf den Iran hat viel Gewalt, aber keine gewaltigen Ergebnisse gebracht. Kühn ist daher der Hinweis von Außenminister Marco Rubio, Amerika beende diese Operation nun, weil deren Ziele erfüllt seien.
Donald Trump und die USA: Ziele? - Welche Ziele?
Welche, das sagt er nicht. Wie auch? Mal ging es angeblich um den Sturz der brutalen Kleriker-Diktatur im Iran, mal um das Ende der Terrorunterstützung durch dieses Regime, mal um die Beseitigung von dessen Atomrüstungsprogrammen. Nichts davon ist erreicht.
Ungeachtet fehlender Ergebnisse den Sieg zu erklären, in der Absicht einigermaßen gesichtswahrend abzuziehen, - das ist ein aus der Geschichte altbekanntes taktisches Manöver. Vorzugsweise derer, die mit diffusen, aber hochfahrenden Zielen Kriege angefangen und wenig erreicht haben. So wie US-Präsident Donald Trump.
Zeichen der Hoffnung durch US-Präsident Donald Trump
Dass er kurz nach Rubios Erfolgsmeldung auch noch die Marine-Operation in der Straße von Hormus gestoppt hat, dass Iraner und Amerikaner verhandeln, weckt Hoffnungen. Zumindest darauf, dass der Krieg nicht wieder voll ausbricht.
Es wäre ein Segen. Der Mittlere Osten bleibt aber auch danach von Frieden weit entfernt. Amerikas Verbündete am Persischen Golf liegen unter iranischem Feuer, der Süden des Libanon brennt. Weltweit leidet die Wirtschaft. Diese Schäden einzudämmen - dafür reicht es leider nicht, dass eine US-Flugzeugträgerkampfgruppe schon den Heimweg angetreten hat.



