Ukrainische Expertise im Drohnenkrieg wird international gefragt
Wolodymyr Selenskyj, der ukrainische Präsident, musste in den vergangenen Jahren häufig im Ausland als Bittsteller für sein kriegsgebeuteltes Land auftreten. Doch im aktuellen Irankrieg übernimmt er eine neue Rolle: die des gefragten Lehrmeisters. Seit über vier Jahren wird die Ukraine von Russland mit Drohnen- und Raketenangriffen terrorisiert, was das Land notgedrungen zu einem führenden Experten in der Flugabwehr gemacht hat.
Diese Expertise ist nun besonders für Staaten am Golf von Interesse, die aktuell unter iranischem Beschuss stehen. Selenskyj hat in den letzten Tagen Sicherheitsabkommen mit Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnet. Die Eskalation im Nahen Osten könnte auch für europäische Staaten ein Anlass sein, ihre Haltung gegenüber der Ukraine zu überdenken.
Europa sollte die Ukraine nicht als Belastung, sondern als Sicherheitsgarant betrachten, insbesondere in einer Ära, in der Drohnen die Kriegsführung prägen. Eine enge Zusammenarbeit mit Kyjiw könnte entscheidend dafür sein, dass Europa für diese neuen Bedrohungen gerüstet ist.
Markus Söder auf USA-Reise: Flucht vor bayerischen Realitäten
Markus Söder, der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef, befindet sich derzeit auf einer Reise in den USA, wo er unter anderem ein BMW-Werk in South Carolina besucht. Doch anders als frühere Auslandsreisen, die oft als politische Statements galten, wirkt dieser Trip wie eine Flucht vor unangenehmen Nachrichten aus der Heimat.
Bei den jüngsten Kommunalwahlen in Bayern erlitt die CSU eine Reihe von Niederlagen, darunter in Augsburg und Regensburg. München wird künftig von einem Grünen regiert. Die Ambitionen Söders auf eine Kanzlerkandidatur scheinen Geschichte, und innerhalb seiner eigenen Partei mehren sich Stimmen, die ein Ende seiner Ära fordern. Analysen deuten darauf hin, dass seine Zeit als Ministerpräsident und Parteichef sich dem Ende zuneigt.
Frankreich debattiert Social-Media-Verbot für Kinder
Die schädlichen Auswirkungen sozialer Medien auf Kinder und Jugendliche sind durch zahlreiche Studien belegt. Erst kürzlich verurteilte ein US-Gericht den Meta-Konzern, zu dem Facebook und Instagram gehören, zu einer Strafe von rund 323 Millionen Euro wegen Mängeln im Kinderschutz.
Die Politik reagiert jedoch nur langsam auf dieses Problem. Australien hat bereits im Dezember vergangenen Jahres ein Verbot eigener Konten für Nutzer unter 16 Jahren auf Plattformen wie Instagram oder TikTok eingeführt. Frankreich könnte bald folgen: Die Nationalversammlung stimmte Ende Januar für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 15 Jahren, und der Senat debattiert den Gesetzesvorschlag an diesem Dienstag.
Die öffentliche Unterstützung für solche Maßnahmen ist groß:
- In Frankreich befürworteten 2025 laut einer Ipsos-Umfrage 85 Prozent der Bürger eine Altersbeschränkung.
- In den Niederlanden waren es 71 Prozent.
- In den USA 63 Prozent.
- In Deutschland stieg die Zustimmung von 39 auf 53 Prozent innerhalb eines Jahres.
Auszeichnung für iranisch-amerikanische Aktivistin
Die iranisch-amerikanische Autorin und Feministin Masih Alinejad erhält heute den Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie. Alinejad setzt sich seit langem für die Freiheit der Bürger im Iran ein und war eine wichtige Stimme der „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung 2022. Ihr Engagement bleibt aktuell, da die Menschen im Iran weiterhin unter Krieg und dem eigenen Terrorregime leiden.



