Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben ein Reiseverbot für ihre Bürger in den Iran, den Irak und den Libanon verhängt. Das Außenministerium des Landes erklärte, dass angesichts der aktuellen regionalen Entwicklungen ein Reiseverbot für emiratische Staatsangehörige in diese drei Länder erlassen wurde. Dies berichtete die offizielle Nachrichtenagentur WAM.
Hintergrund des Reiseverbots
Alle emiratischen Staatsbürger, die sich derzeit in diesen Ländern aufhalten, werden aufgefordert, ihre sofortige Rückkehr in die VAE zu beschleunigen. Es sei von größter Bedeutung, dass betroffene Personen telefonisch Kontakt mit dem Ministerium aufnehmen und die Anweisungen der Behörde genau befolgen. Die drei Länder stehen im Zentrum des anhaltenden Krieges in der Region.
Der Irankrieg und seine Auswirkungen
Der Irankrieg begann am 28. Februar mit Luftangriffen der USA und Israels. Als Reaktion darauf sperrte das iranische Militär faktisch die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports abgewickelt wird. Dies führte zu einem starken Anstieg der Energiepreise weltweit. Israel führt zudem immer wieder Angriffe gegen die proiranische Hisbollah im Libanon durch.
Angriffe auf die Golfstaaten
Seit Beginn des Krieges hat Iran wiederholt Angriffe auf Golfstaaten und Israel durchgeführt. Auch der Irak gerät immer wieder ins Kreuzfeuer. Die VAE waren mehrfach das Ziel iranischer Angriffe, bei denen insbesondere zivile Einrichtungen und die Energieinfrastruktur der Emirate attackiert wurden.
Friedensbemühungen und aktuelle Lage
Am 8. April verkündete US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe. Bisherige Bemühungen um eine dauerhafte Friedenslösung unter Vermittlung Pakistans blieben jedoch erfolglos. Die VAE haben zudem angekündigt, zum 1. Mai aus der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) auszutreten, was als weiteres Zeichen für die angespannte Lage in der Region gewertet wird.



