Im Libanon hat es trotz der verlängerten Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah erneut tödliche Zwischenfälle gegeben. Die israelische Armee tötete in der Nacht zwei Mitglieder der Miliz im Südlibanon. Beide kamen bei einem Angriff auf ein Haus in dem Ort Tulin ums Leben, wie libanesische Sicherheitskreise bestätigten. Israels Militär erklärte am Vormittag, der Angriff sei eine Reaktion auf Raketenbeschuss der vom Iran unterstützten Hisbollah gewesen.
Israels Verteidigungsrecht und Hisbollahs Reaktion
Die israelische Armee gab an, militärische Anlagen der Hisbollah in Tulin und einem weiteren südlibanesischen Ort ins Visier genommen zu haben. Diese seien für Angriffe genutzt worden. Gemäß der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung darf sich Israel gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen. Die Hisbollah hatte zuvor Raketen auf Israel abgefeuert, was den israelischen Militärschlag auslöste.
Libanesische Regierung und Hisbollah
Die libanesische Regierung ist in dem aktuellen Konflikt keine aktive Kriegspartei. Sie strebt danach, den Einfluss der Hisbollah im Land zu begrenzen. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Vor Ort reagierten die Menschen Augenzeugen zufolge mit vorsichtiger Erleichterung auf die Ankündigung der Waffenruhe-Verlängerung. Viele fürchten jedoch, dass sich beide Seiten nicht an das Abkommen halten könnten.
Hintergrund der Waffenruhe
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, dass die Feuerpause zwischen Israel und der Hisbollah verlängert wird. Dennoch bleibt die Waffenruhe brüchig, wie die jüngsten gewaltsamen Vorfälle zeigen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Lage mit Sorge, da eine Eskalation des Konflikts die gesamte Region destabilisieren könnte.



