Mehr als 190 junge Finalisten treten an diesem Samstag (9. Mai) beim Landesfinale des Plattdeutsch-Wettbewerbs in Güstrow (Landkreis Rostock) an. Insgesamt 192 Kinder und Jugendliche präsentieren dort ihre Videos, szenischen Darstellungen und Kurzfilme, wie das Bildungsministerium in Mecklenburg-Vorpommern mitteilte. Das diesjährige Motto lautet: „Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert“. Die pommersche Dichterin ist die Verfasserin des bekannten Liedes „Wo de Ostseewellen trecken an den Strand“.
Kreativität und Sprachpflege im Fokus
Eine Fachjury bewertet die Beiträge nach Kriterien wie Aussprache, Interpretation, Originalität und Kreativität. Insgesamt hatten 219 Schülerinnen, Schüler und Kita-Kinder am Wettbewerb teilgenommen. Bildungsministerin Simone Oldenburg (Die Linke) betonte die Bedeutung der Regionalsprache: „Sprachen, und dabei gerade das Plattdeutsche, verbinden Menschen und Generationen. Wer Plattdeutsch spricht, bewahrt nicht nur eine Regionalsprache, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl in unserem Land.“
Finanzielle Unterstützung für Kitas
Mecklenburg-Vorpommern stellt seit dem vergangenen Jahr jährlich 15.000 Euro für Projekte rund um die Regionalsprache zur Verfügung. Kitas und Kindertagespfleger können eine Pauschale von 1.500 Euro beantragen, um diese umzusetzen. Laut Heimatschutzverein umfasst das Gebiet, in dem Niederdeutsch gesprochen wird, die Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern sowie den Norden Nordrhein-Westfalens, Sachsen-Anhalts, Brandenburgs und Hessens.



