Füchse Berlin im Champions-League-Halbfinale nach Siebenmeter-Krimi
Berlin im CL-Halbfinale nach Siebenmeter-Krimi

Die Füchse Berlin haben nach einem nervenaufreibenden Siebenmeter-Krimi das Halbfinale der Champions League erreicht. Der deutsche Meister setzte sich gegen den ungarischen Spitzenclub Veszprem HC mit 4:3 im Siebenmeterwerfen durch und wahrt damit die Chance auf den ersten Titel in der Königsklasse der Vereinsgeschichte. Vor fast 9.000 begeisterten Zuschauern verwandelte Welthandballer Mathias Gidsel den entscheidenden Wurf und bescherte seinem Team den Einzug in die nächste Runde.

Spannender Verlauf bis zum Schluss

Nach der regulären Spielzeit stand es 31:30 (17:15) für die Hauptstädter. Das Hinspiel hatten die Füchse mit 34:35 verloren, sodass die Ausgangslage knapp war. Im Rückspiel machten es die Berliner unnötig spannend, indem sie eine zwischenzeitliche Sechs-Tore-Führung aus der Hand gaben. Dennoch behielten sie im entscheidenden Moment die Nerven.

Der SC Magdeburg kann am Donnerstag gegen Pick Szeged nachziehen und die Chancen auf ein zweites rein deutsches Finale in Folge erhöhen. Nach einem 35:28 im Hinspiel ist die Ausgangslage für den SCM optimal. Im Vorjahr hatten die Magdeburger klar gegen die Füchse gewonnen. Das Finalturnier findet am 13. und 14. Juni in Köln statt.

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Starker Start und Leistungseinbruch

Die Gastgeber erwischten einen Traumstart und zogen schnell auf 8:3 davon. Obwohl sich Gidsel und seine Mannschaftskollegen in der Folge mehrere Fehlwürfe leisteten, fiel dies aufgrund der überragenden Leistung von Torhüter Milosavljev kaum ins Gewicht. Der Serbe kam allein in der ersten Halbzeit auf acht Paraden. Zudem verwandelte DHB-Profi Tim Freihöfer fünf seiner sechs Siebenmeter. Als Lasse Andersson beim Stand von 17:11 das leere Tor nicht traf, kippte das Spiel und Veszprem erzielte vier Tore in Serie.

Nach der Pause entwickelte sich ein echter Krimi. Den Füchsen gelangen die schnellen Tempo-Tore nicht mehr. Stattdessen ermöglichten große Lücken in der Abwehr den Ungarn einfache Treffer. Als Gidsel aufdrehte, stellte Berlin neun Minuten vor Spielende auf 27:24. Fünf Minuten später stand es jedoch 29:29. Wenige Sekunden vor Schluss hatten die Berliner die Chance auf das 32:30, doch Gidsel rutschte aus und verlor den Ball. Im Siebenmeterwerfen machte er es dann besser und verwandelte den entscheidenden Wurf.

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