Bombenfund in Eberswalde: 3.000 Menschen müssen Wohnungen verlassen
Bombenfund in Eberswalde: 3.000 evakuiert

In Eberswalde im Landkreis Barnim müssen rund 3.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, nachdem eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurde. Die Evakuierung läuft seit dem frühen Samstagmorgen. Bis 8:00 Uhr sollen alle Bewohner das Sperrgebiet verlassen haben, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte.

Fundort nahe der Johanniskirche

Die 100-Kilo-Bombe war bereits am Dienstag bei Bauarbeiten in der Nähe der Johanniskirche gefunden worden. Das Sperrgebiet erstreckt sich im Umkreis von 350 Metern um die Kirche. In diesem dicht bebauten Bereich befinden sich unter anderem Schulen, Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen. Der Samstag wurde bewusst als Tag für die Entschärfung gewählt, um den Betrieb dieser Einrichtungen nicht zu beeinträchtigen.

Entschärfung am Nachmittag geplant

Für den Nachmittag ist die Entschärfung der Bombe vorgesehen. Der Stadtsprecher äußerte die Hoffnung, dass keine Sprengung notwendig sein werde. „Das Sperrgebiet ist dicht bebaut“, betonte er. Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssen bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

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Verhaltensregeln für Anwohner

Die Fenster, die der Kirche zugewandt sind, sollen vollständig geöffnet werden, damit eine mögliche Druckwelle besser entweichen kann. Gleichzeitig müssen die Rollläden geschlossen bleiben. Die Bewohner werden gebeten, nur das Nötigste mitzunehmen: Ausweisdokumente, Medikamente, wichtige Unterlagen und Tiere, die betreut werden müssen. Autos sollten umgeparkt werden. Wer keine eigene Unterkunft hat, kann in die Turnhalle in der Alfred-Dengler-Straße ausweichen.

Hotline für Hilfebedürftige

Für Menschen, die Hilfe benötigen, wurde eine Hotline eingerichtet: 03334 – 64 888. Die Stadtverwaltung bittet alle Betroffenen, die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen.

Letzte große Entschärfung 2024

Die letzte größere Bombenentschärfung in Eberswalde fand laut Stadtsprecher im Jahr 2024 in einem Gewerbegebiet statt. Der aktuelle Fund zeigt, dass auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch immer Blindgänger in der Erde schlummern.

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