Die Bundeswehr ist regelmäßig an Thüringer Schulen präsent – und in den vergangenen Jahren immer häufiger. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor.
Anstieg der Bundeswehrauftritte an Schulen
Den Daten zufolge war die Bundeswehr im vergangenen Jahr an 139 Schulen in Thüringen. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 gab es 69 solcher Termine – in dieser Zahl sind aber auch Veranstaltungen an Hochschulen enthalten und für das Jahr nicht separat ausgewiesen. Im Jahr 2025 gab es in Thüringen vier Bundeswehrauftritte an Hochschulen.
Ein Großteil der Termine entfällt auf Unterrichtsformate. Bundeswehr-Angehörige sprechen dabei vor Klassen der Sekundarstufe I und II – also grob gesagt vor Schülerinnen und Schülern ab der fünften Klasse bis hin zur gymnasialen Oberstufe – sowie an Berufsschulen. Neben klassischen Vorträgen organisiert die Bundeswehr auch sogenannte POL&IS-Simulationen, also Planspiele zu internationaler Politik und Sicherheit, oder lädt Schulklassen zu Truppenbesuchen ein.
Jugendoffiziere mit spezieller Ausbildung
Den Daten zufolge gab es auch im laufenden Jahr bereits Bundeswehrauftritte an Thüringer Schulen – von 70 geplanten Terminen wurden 59 durchgeführt. In Oberhof gab es Anfang des Jahres einen Truppenbesuch, in Schleiz eine Informationsveranstaltung. Für die Besuche an Schulen gibt es bei der Bundeswehr Jugendoffiziere. Das sind speziell ausgebildete Soldatinnen und Soldaten, die von Schulen eingeladen werden können, um dort etwa Vorträge über Sicherheitspolitik zu halten oder den Auftrag der Bundeswehr zu erläutern.
Die Fragesteller der Linken sehen in den Auftritten eine Form der Nachwuchswerbung. Die Bundesregierung weist die Kritik der Linken zurück und erklärt, sie teile diese Bewertung nicht.



