Gemeinsames Gedenken: 80 Jahre nach der Zerstörung Prenzlaus im April 1945
Gedenken an die Zerstörung Prenzlaus vor 80 Jahren

Gemeinsames Erinnern an die verheerende Zerstörung Prenzlaus

In den frühen Morgenstunden des 27. April 1945 rückten Verbände der Roten Armee über die Brüssower Chaussee, die heutige Brüssower Allee, sowie über die Stettiner Straße in die Stadt Prenzlau ein. Die Stadt wurde, abgesehen von vereinzelten örtlichen Schießereien, kampflos eingenommen. Das Stadtgebiet hatte bereits durch vorangegangene Kampfhandlungen erheblichen Schaden genommen, doch die nun folgenden gezielten Brandlegungen sollten die Zerstörung vervollständigen.

Eine Stadt in Trümmern: Die historischen Fakten

Laut dem von Jürgen Theil herausgegebenen Prenzlauer Stadtlexikon wurde Prenzlau in der Folge dieser Brandlegungen zu insgesamt 85 Prozent zerstört. Diese furchtbaren Stunden im April 1945 hinterließen eine verwüstete Stadtlandschaft, deren Wiederaufbau Jahre in Anspruch nehmen sollte. Die Reproduktionen aus dem Historischen Stadtarchiv zeigen eindrücklich das Ausmaß der Zerstörung und dienen als wichtige Zeitdokumente.

Das Gedenken: Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit ökumenischem Charakter

Am Montag, dem 27. April, wird auch in diesem Jahr an die Zerstörung Prenzlaus erinnert. Um 16 Uhr findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Nikolaikirche statt, der von der Evangelischen und Katholischen Kirche gemeinsam gestaltet wird. Dieser Gottesdienst bildet den emotionalen und spirituellen Auftakt der Gedenkveranstaltung.

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Im Anschluss werden Ausschnitte des Films „Prenzlau, einst und jetzt“ gezeigt. Der Film präsentiert historische Aufnahmen aus der Zeit vor dem Krieg und danach, die den dramatischen Wandel der Stadtlandschaft verdeutlichen. Diese visuelle Zeitreise ermöglicht es den Besuchern, die Dimensionen der Zerstörung und des späteren Wiederaufbaus nachzuvollziehen.

Historische Einordnung durch den Geschichtsverein

Jürgen Theil, der Vorsitzende des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau e.V., wird die damaligen Ereignisse im Anschluss an die Filmvorführung noch einmal detailliert anhand von historischem Fotomaterial einordnen und beschreiben. Seine Expertise bietet eine fundierte historische Perspektive auf die Geschehnisse des Aprils 1945.

Das Gedenken anlässlich der Zerstörung Prenzlaus ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Evangelischen und Katholischen Kirche, des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau e.V. sowie der Stadt Prenzlau. Diese Kooperation unterstreicht die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns und der historischen Aufarbeitung für die Stadtgesellschaft.

Die Veranstaltung dient nicht nur dem Gedenken an die Opfer und die Zerstörung, sondern auch der Mahnung für die Gegenwart und Zukunft. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur in der Uckermark und ein Zeichen der Versöhnung und des friedlichen Miteinanders.

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