Hans-Jürgen Müller verstarb im Februar 2026. Zuvor übergab er das Inselhotel am Dobbertiner See an seinen Sohn Andreas. Der 37-jährige gelernte Koch, der zuvor in anderen Einrichtungen tätig war, steht nun vor der Herausforderung, das Hotel und Restaurant neu zu beleben.
Vom Erbe zur Herausforderung
Seit 2009 gibt es das Inselhotel direkt am Dobbertiner See. In den vergangenen fünf Jahren wurde es vorrangig als Hotel genutzt. Nun soll es auch wieder als Restaurant öffnen. Dazu kommen sechs Ferienhäuser. „Ich bin mir bewusst, dass es eine Herausforderung ist und wird. Aber wir haben vor dem Tod meines Vaters mit ihm noch die Übernahme des Hotels besprochen. Er wollte alles noch zu Lebzeiten geregelt wissen“, erzählt Andreas Müller.
Der 37-Jährige ist gelernter Koch und war anfangs im Inselhotel tätig. Nun bringt er gemeinsam mit Familienangehörigen und Freunden seit Wochen das Hotel, die Ferienhäuser und den Gastraum wieder auf Vordermann. Bis zum Wiedereröffnungstermin am 1. Mai soll alles wieder glänzen.
Punkten mit Service und Lage
Punkten wollen Andreas Müller und sein Team mit gutem Service und vor allem mit der Lage. Das Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und war einst eine Wassermühle. 2008 und 2009 wurde es komplett restauriert und dabei das alte Fachwerk erhalten. Die kleine Insel am Ende des Klosterparkes Dobbertin ist etwa viereinhalb Quadratmeter groß. Eine kleine Brücke überspannt die Fischtreppe linksseitig, rechts fließt die Mildenitz aus dem Dobbertiner See kommend. „Hier passieren nur Fußgänger und Radfahrer den Bereich und somit fehlen zum Glück der Straßenlärm und man kann die Natur pur genießen“, weiß Andreas Müller.
Alles soll schließlich top sein, und da ist er froh, dass seine Lebensgefährtin Kerstin Hörnicke ihm zur Seite steht. Das geht aber nur bedingt, denn sie arbeitet hauptberuflich bei der Post und hilft, so viel sie kann. Ebenso sind es Familienangehörige und Freunde, die tatkräftig in den vergangenen Wochen das Vorhaben unterstützten.
„Es bleibt eine Gratwanderung“
In der heutigen Zeit, in der etliche gastronomische Einrichtungen mangels Personal und gestiegener Betriebskosten schließen, ist dieser Neuanfang auch eine Herausforderung für Andreas Müller. „Es ist mir bewusst, dass es eine Gratwanderung ist und man mit spitzem Bleistift kalkulieren muss“, sagt er. Zehn Doppelzimmer im Hotel, dazu die sechs Ferienhäuser und etwa 40 Plätze im Restaurant sorgen auch für relativ hohe Betriebskosten, die erwirtschaftet werden müssen. Dennoch bleibt Andreas Müller optimistisch und will seinen Traum verwirklichen.
Und so begrenzt er erst einmal die Öffnungszeiten des Restaurants. Donnerstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr können die Gäste die Speisen, darunter selbstgebackener Kuchen und Torten, genießen. Bei Bedarf und nach Absprache sind weitere Öffnungszeiten geplant.



