Jugendbeirat in Teterow: Jugendliche wollen in Stadtpolitik mitmischen
Jugendbeirat Teterow: Jugendliche mischen in Politik mit

In Teterow haben Jugendliche nun die Möglichkeit, aktiv in der Stadtpolitik mitzumischen. Ein neu gegründeter Jugendbeirat soll ihnen eine eigene Interessenvertretung bieten. Die Idee dazu kam von der Stadt, die bereits im vergangenen Jahr die Gründung eines solchen Gremiums angeregt hatte.

Erste Schritte zum Jugendbeirat

Im Jugendbüro Smooth trafen sich kürzlich interessierte Jugendliche, um mehr über die Arbeit im Jugendbeirat zu erfahren. Jugendsozialarbeiterin Christin Oldag, die von den Jugendlichen liebevoll „Tini“ genannt wird, erklärte das Procedere. „Ein Beirat kann an die Stadt Anträge stellen, die dann von den Stadtvertretern diskutiert werden“, erläuterte sie. Auch Bürgermeister Andreas Lange schaute vorbei und signalisierte seine Unterstützung.

Wünsche der Jugendlichen

In einer fiktiven Übung hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Anliegen zu äußern. Mit einem fiktiven Budget von 500 Euro konnten sie Dinge benennen, die sie in Teterow stören oder fehlen. Die Vorschläge waren vielfältig: „Der Müll hinter dem Rewe“, „keine Mülleimer“, „ein Bike-Park“ oder „zu wenig Plätze im Freien für Jugendliche“ waren nur einige der Punkte, die auf Zettel geschrieben und an eine Pinnwand geheftet wurden.

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Konkrete Ideen der künftigen Mitglieder

Neun Jugendliche erklärten sich bereit, im Jugendbeirat mitzuwirken. Christopher Milewsky, 16 Jahre alt und bereits Mitglied der Jugendwehr, möchte sich für mehr Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien einsetzen. „Wenn man sich umguckt, geht kaum ein Jugendlicher nach draußen, sondern sie sitzen alle drinnen“, sagte er. Hannes Schwarz hingegen fordert mehr Mülleimer an neuralgischen Stellen, etwa am Rewe-Markt. Jean-Pascal Große will die Interessen der Jugendlichen vertreten und sich für Umweltthemen starkmachen.

Nächste Schritte

Sobald die Mitglieder gewählt sind, soll eine Satzung erarbeitet werden. Regelmäßige Treffen sind geplant, bei denen Anträge diskutiert und an die Stadt weitergeleitet werden. Christin Oldag versicherte: „Ich bin immer da und werde euch helfen.“ Die Wahl des Beirates soll möglichst noch vor den Sommerferien stattfinden. Bürgermeister Lange brachte zudem die Idee ins Spiel, den Bolzplatz aufzurüsten, der durch das Fällen von zwölf alten Pappeln in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die Jugendlichen sind motiviert, ihre Stadt aktiv mitzugestalten. Der Jugendbeirat bietet ihnen eine Plattform, um ihre Anliegen direkt in die Politik einzubringen.

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