Linke kritisiert Voigt für Äußerung über junge Menschen
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) sorgt mit einer Aussage zur Stimmung unter jungen Menschen im Land für scharfe Kritik der oppositionellen Linken. Die Co-Vorsitzende der Thüringer Linken, Katja Maurer, wirft dem Regierungschef vor, die Lebensrealität der 18- bis 29-Jährigen zu verkennen.
Hintergrund ist ein Bericht der „Thüringer Allgemeinen“, wonach Voigt auf einer Veranstaltung zum Tag des Lokaljournalismus am Dienstagabend in Weimar Unverständnis über die laut Umfragen niedrigen Zufriedenheitswerte dieser Altersgruppe geäußert hatte. „So zu tun, als hätte die Generation nicht die besten Chancen, ist einfach falsch“, sagte der CDU-Politiker demnach.
Scharfe Kritik von der Linken
„Ministerpräsident Mario Voigt ignoriert die Lebensrealität junger Menschen in Thüringen“, konterte Maurer. Statt „echter Perspektiven für ein gutes Leben“ würden sich viele junge Menschen nun mit einem möglichen „Dienst an der Waffe“ konfrontiert sehen. Die Linke-Politikerin verwies dabei auf Kriege, Krisen und steigende Rüstungsinvestitionen, die bei jungen Menschen Ängste auslösten.
Zudem habe bereits die Corona-Pandemie bei jungen Menschen im Land zu „massiven sozialen Ängsten und psychischen Problemen“ geführt, betonte Maurer. Die Äußerungen Voigts zeigten, dass er die Sorgen und Nöte der jungen Generation nicht ernst nehme. Die Linke fordert stattdessen mehr Investitionen in Bildung, Ausbildung und psychosoziale Unterstützung für junge Menschen in Thüringen.



