Maibaum-Tradition: Verehrer müssen den Baum bewachen, sonst wird er geklaut
Maibaum-Tradition: Verehrer müssen den Baum bewachen

Zum 1. Mai ist es wieder so weit: In ganz Deutschland befestigen junge Männer eine geschmückte Birke am Haus ihrer Angebeteten. Doch die Tradition hat auch ihre Schattenseiten, wie Forstwirt Dirk Schröder aus der Nähe von Köln im Interview erklärt. Er verkauft die Maibäume und warnt vor illegalen Handlungen.

Diebstahlgefahr für Maibäume

„Verehrer müssen den Baum bewachen, sonst könnte er geklaut werden“, sagt Schröder. In manchen Regionen sei es üblich, dass Konkurrenten oder Spaßvögel den Maibaum entwenden. „Dann werden sie zu Brennholz“, fügt er hinzu. Die jungen Männer seien oft verzweifelt, wenn ihr Liebesbeweis verschwinde.

Tradition mit Risiken

Die Maibaum-Tradition hat eine lange Geschichte. Sie symbolisiert die Liebe und Wertschätzung des Verehrers. Doch der Diebstahl von Maibäumen ist ein bekanntes Problem. „Manche klauen den Baum, um ihn selbst zu nutzen oder um Ärger zu machen“, erklärt Schröder. Er empfiehlt, den Baum gut zu sichern und nachts zu bewachen.

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Wirtschaftliche Bedeutung

Für Forstwirte wie Schröder ist der Mai ein wichtiger Umsatzmonat. „Wir verkaufen Hunderte Bäume in dieser Zeit“, sagt er. Die Preise variieren je nach Größe und Schmuck. Ein geschmückter Maibaum koste zwischen 50 und 150 Euro. Doch die Freude währe nur kurz, wenn der Baum gestohlen werde.

Polizeiliche Maßnahmen

Die Polizei ist in der Maizeit besonders wachsam. In einigen Gemeinden gibt es sogar spezielle Kontrollen. „Wir nehmen Diebstähle ernst“, sagt ein Polizeisprecher. Wer einen Maibaum stiehlt, mache sich strafbar. Die Strafen reichen von Geldbußen bis zu Freiheitsstrafen.

Tipps für Verehrer

Schröder rät: „Am besten den Baum mit einem Schloss sichern und in der Nacht ein Auge darauf haben.“ Auch die Nachbarschaft könne helfen. „Gemeinsam bewachen ist effektiver.“ Wer dennoch bestohlen werde, solle Anzeige erstatten.

Die Tradition des Maibaums bleibt trotz der Risiken lebendig. Für viele ist sie ein Ausdruck der Zuneigung. „Es ist schön, dass junge Leute diesen Brauch pflegen“, sagt Schröder. „Aber sie sollten die Gefahren nicht unterschätzen.“

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