Die neue Landesbischöfin der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig hat offiziell ihren Dienst angetreten. Christina-Maria Bammel, die zuvor Pröpstin des Konsistoriums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Stellvertreterin des Berliner Bischofs Christian Stäblein war, übernimmt die Leitung der Landeskirche.
Dienstantritt mit Musik
Anlässlich ihres Dienstantritts hob Bammel die gemeinschaftsfördernde Kraft der Musik hervor. Der Anlass war das 50-jährige Bestehen der Braunschweiger Domsingschule. „Wer singe, lebe aufgeweckter und beziehungsreicher“, sagte die Theologin.
Wahl und Werdegang
Die 48-Jährige war im vergangenen November von der braunschweigischen Landessynode zur Nachfolgerin von Landesbischof Christoph Meyns gewählt worden. Sie wirkte von 2009 bis 2015 als Pfarrerin in Berlin und arbeitete darüber hinaus als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Systematische Theologie der Humboldt-Universität Berlin. Ihr Studium absolvierte sie in Berlin, Philadelphia (USA) und Marburg.
Vorgänger im Ruhestand
Braunschweigs bisheriger Landesbischof Christoph Meyns war im vergangenen Sommer mit 63 Jahren in den Ruhestand gegangen. Er hatte elf Jahre lang an der Spitze der Landeskirche gestanden.
Die Landeskirche Braunschweig
Die Landeskirche Braunschweig gehört zu den kleineren Landeskirchen in Deutschland. Sie hat früheren Angaben zufolge rund 270.000 Mitglieder in 262 Gemeinden. Ihr Gebiet erstreckt sich von Wolfsburg im Norden bis Walkenried im Süden, von Peine im Westen bis Helmstedt im Osten. Das Amt der Landesbischöfin ist in der Landeskirche Braunschweig auf zwölf Jahre befristet.
Mit ihrem Amtsantritt beginnt für Christina-Maria Bammel eine neue Phase in ihrem kirchlichen Wirken. Die gebürtige Berlinerin bringt reiche Erfahrungen aus ihrer bisherigen Tätigkeit mit und will die Gemeinden in der Region stärken. Ihr Fokus liegt unter anderem auf der Förderung des gemeinschaftlichen Lebens und der musikalischen Bildung.



