Das deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ ist nach einer 183-tägigen Expedition in die Antarktis in seinen Heimathafen Bremerhaven zurückgekehrt. Das gab das Bundesforschungsministerium bekannt. Während der Reise sammelte die Besatzung nicht nur wissenschaftliche Daten über den Rückgang des Meereises und die antarktischen Ökosysteme, sondern entdeckte auch eine bisher unbekannte, nicht kartografierte Insel im Weddellmeer.
Bedeutende Ergebnisse für die Wissenschaft
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) betonte die Bedeutung der Expedition: „Nach einem halben Jahr kommt die Polarstern heute mit bedeutenden Ergebnissen für die Wissenschaft zurück. Sie führt uns vor Augen, dass auch das Meereis der Antarktis vom Klimawandel betroffen ist.“ Die gesammelten Daten würden helfen, die Auswirkungen des Klimawandels auf die antarktische Region besser zu verstehen.
Wissenschaftlicher Direktor lobt Datengewinnung
Hajo Eicken, wissenschaftlicher Direktor des Alfred-Wegener-Instituts, das die „Polarstern“ betreibt, erklärte: „Gerade unser Verständnis der Antarktis hat sich durch die von der Polarstern ermöglichte Datengewinnung erheblich gewandelt. Die Wechselwirkungen des Eisschildes mit dem Ozean und die vom Meereis bestimmten Ökosysteme erscheinen nun wesentlich dynamischer und variabler als das bei Indienststellung des Schiffs der Fall war.“ Diese neuen Erkenntnisse seien entscheidend für die zukünftige Klimaforschung.
43 Jahre im Dienst der Wissenschaft
Der Forschungseisbrecher ist seit mehr als 43 Jahren im Einsatz und hat in dieser Zeit über 150 Expeditionen absolviert. Dabei legte das Schiff fast zwei Millionen Seemeilen zurück. Die „Polarstern“ ist eines der bekanntesten Forschungsschiffe weltweit und hat maßgeblich zur Erforschung der Polarregionen beigetragen. Im Jahr 2030 soll ihr Nachfolger, die „Polarstern II“, in Dienst gestellt werden, um die wichtige Arbeit fortzusetzen.



