Schlaglöcher in MV: Große Flick-Tour startet im Mai
Schlaglöcher in MV: Große Flick-Tour startet

Der strenge und lange Winter ist vorbei, doch die Schlaglöcher auf den Straßen im Norden sind noch nicht alle verschwunden. In Mecklenburg-Vorpommern startet nun das große Flicken. Die Arbeiten werden teilweise bis in den Herbst andauern. Bereits im April begannen die ersten Straßenmeistereien mit Erhaltungs- und Instandhaltungsmaßnahmen auf Bundes- und Landstraßen, weitere folgen jetzt. Insgesamt stehen 15 Millionen Euro für die Maßnahmen zur Verfügung.

Schadensaufkommen im Rahmen

Obwohl der Winter kalt und schneereich war, bewegt sich das Schadensaufkommen auf den vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr MV betreuten Straßen „im wintertypischen Rahmen“, teilt Michael Friedrich vom Landesamt mit. „Eine ungewöhnliche Häufung von Schlaglöchern ist aktuell nicht festzustellen. Das Niveau entspricht vergleichbaren Vorjahren zu dieser Jahreszeit“, erklärt der Dezernatsleiter. Dennoch sind umfangreiche Instandhaltungsarbeiten in den Bereichen der Straßenbauämter Stralsund, Neustrelitz und Schwerin geplant.

Regionale Verteilung der Mittel

Das Straßenbauamt Stralsund hat direkt nach Ostern mit der Beseitigung von Winterschäden begonnen. In den anderen Bereichen starten die Arbeiten im Mai. Allein auf den Straßen zwischen Rügen und dem Landkreis Rostock fließen knapp 1,74 Millionen Euro in das Vergießen von Rissen, von insgesamt vier Millionen Euro für Baumaßnahmen 2026. Im Gebiet Schwerin stehen fünf Millionen Euro zur Verfügung, für Neustrelitz mit den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald sechs Millionen Euro.

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Arbeiten bis Oktober

Bis August sollen Risse geschlossen, Schlaglöcher geflickt und Fahrbahnen mit Rollsplitt ausgebessert sein. Auch Fahrbahnmarkierungen und Schutzplanken werden erneuert, was bis Oktober dauern soll. Die Arbeiten sind oft kleinteilig und auf kleine Abschnitte beschränkt, daher ist „immer wieder mit punktuellen und kurzfristigen Verkehrsbehinderungen zu rechnen“, informiert das Straßenbauamt Neustrelitz. Die Auswirkungen auf den Verkehr sollen jedoch gering gehalten werden. So sind stark frequentierte Urlaubs- und Ferienrouten weitgehend von Einschränkungen freigehalten oder Arbeiten in verkehrsarme Zeiten nach 20 Uhr verlegt.

Ursachen und Prävention

Hauptursache für Schlaglöcher sind Frost-Tau-Wechsel. Dringt Feuchtigkeit in vorgeschädigte Fahrbahnen ein und gefriert, dehnt sie sich aus und lockert das Material. Durch die Belastung des Verkehrs entstehen dann Schäden. „Da die Rissanfälligkeit auf den Landes- und Bundesstraßen in den vergangenen Jahren durch frühzeitige Reparaturen gesenkt wurde, haben wir aktuell keine außergewöhnlichen Schäden“, sagt Michael Friedrich.

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